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Auch eine Begegnungsstätte wird auf dem Herforder Stiftberg gebaut

Neuer Blumenladen am Erika-Friedhof

Herford (WB). Am Erika-Friedhof auf dem Stiftberg wird kräftig gebuddelt und gebaut: An der Vlothoer Straße entstehen ein Blumenladen und eine Begegnungsstätte. Schon in knapp vier Wochen soll zumindest das Geschäft eröffnen.

Moritz Winde

Fast alles aus Holz: Bei dem Neubau am Erika-Friedhof wird voll auf Naturmaterialien gesetzt. Schon Mitte November soll hier der neue Blumenladen eröffnen. Foto: Moritz Winde

Das alte Gebäude stammte aus den 50er Jahren. Es sei dermaßen baufällig gewesen, dass sich eine Renovierung nicht gelohnt habe, sagt Joachim Schmitt, Vorsitzender des Presbyteriums der evangelischen Marienkirchengemeinde. Im Frühjahr folgte der Abriss – und der Wiederaufbau begann.

Die Vorfreude auf das neue Schmuckstück ist groß: Noch haben zwar die Arbeiter das Sagen, doch schon Mitte November soll zumindest – wenn nichts Unvorhergesehenes passiert – das Blumengeschäft eröffnen. »Wir wollen natürlich das wichtige Weihnachtsgeschäft mitnehmen«, sagt Kathrin Eichholz, Geschäftsführerin der Friedhofsgärtnerei. Während der Baustellenzeit findet der Floristik-Verkauf aus einer kleinen Holzhütte vor der Verwaltung statt. Klar, dass alle froh sind, wenn das Provisorium verschwindet.

Der Blumenladen ist 50 Quadratmeter groß, wobei 30 Quadratmeter für den Verkaufsraum gedacht sind. Im hinteren Bereich ist Platz für das Binden von Gestecken, Sträußen und Kränzen. »Wir schaffen zwei zusätzliche Arbeitsplätze«, sagt Kathrin Eichholz. Das Team der Friedhofsgärtnerei besteht dann aus acht Mitarbeitern.

»Der Friedhof ist für die Lebenden da«

Neu: Das Blumengeschäft, das auf regionale Produkte setzt, wird nicht mehr wie bisher vermietet. Die Friedhofsgärtnerei kümmert sich selbst um alles, was anfällt – von der Beratung, über den Verkauf bis zur Grabgestaltung. Auf dem Erika-Friedhof werden jährlich etwa 300 Menschen beerdigt. »Momentan kümmern wir uns um die Pflege von 1200 Ruhestätten«, sagt Kathrin Eichholz.

Neben dem Blumenladen entsteht ein 42 Quadratmeter großer Raum mit Sitzmöglichkeiten für bis zu 20 Personen. Dieser Ort, der bislang auf dem Stiftberg fehlte, soll tagsüber als Begegnungsstätte und Trauerzimmer dienen, abends kann er von Gruppen der Gemeinde gemietet werden. »Es wird aber nicht so steril, sondern eher familiär – in etwa wie ein Wohnzimmer«, sagt die 47-Jährige. Und Presbyter Joachim Schmitt ergänzt: »Es soll ein Ort zum Plaudern sein, wenn’s regnet. Der Friedhof ist schließlich nicht nur für die Toten da, sondern vor allem für die Lebenden.«

Der Neubau nach neuesten energetischen Standards und ausgestattet mit Wärmerückgewinnung wird in Holzrahmenbauweise errichtet. Große Fenster sorgen für eine Wohlfühl-Atmosphäre. Auch im Innern setzt der Architekt mit Massivholzmöbeln auf Naturmaterialien. Zu den Investitionskosten wollte Kathrin Eichholz keine Angaben machen.

So soll’s später einmal aussehen: Viele hohe Fenster sorgen für eine helle, freundliche Atmosphäre. Foto:
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