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Stadt plant Baugebiet am Hellerweg – ehemaliges Betonwerk vor dem Abriss

Neues Wohnen auf altem Fabrikgelände

Herford (WB). Noch beherrschen marode und mit Graffiti besprühte Gebäude, wucherndes Unkraut und Müll die Szenerie: Doch auf dem Gelände des früheren Betonwerks am Hellerweg 79 könnte bald ein neues Wohngebiet entstehen.

Peter Schelberg

Die verfallenen Werksgebäude sind reif für den Abbruchbagger. Neben wilden Müllablagerungen auf dem 13.352 Quadratmeter großen Gelände müssen möglicherweise auch noch Altlasten beseitigt werden. Foto: Peter Schelberg

Den dafür erforderlichen Bebauungsplan »Hellerweg – ehemaliges Betonwerk« soll der Bau- und Umweltausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag, 28. Juni, verabschieden. Die Fläche südlich des Abzweigs Hellerweg/Grüne Straße liegt seit einer Firmeninsolvenz brach.

Eine Immobilien- und Projektentwicklungsfirma aus Herford hat die Fläche übernommen. Das vorhandene Werksgebäude und das Wohngebäude Hellerweg 81 sollen abgebrochen, die Grundstücke – falls notwendig – altlastensaniert und ein neues Wohngebiet entwickelt werden.

Mischung aus Ein- und Mehrfamilienhäusern

Mit dem künftigen Bebauungsplan soll die Ausweisung neuer Erschließungsflächen sowie eines Wohngebiets mit einer Mischung aus Ein- und Mehrfamilienhäusern ermöglicht werden. Die Baufelder entlang der Grünen Straße sind für zweigeschossige Mehrfamilienhäuser mit einem Staffelgeschoss mit maximal sechs Wohneinheiten vorgesehen.

Die anderen Baufelder bieten Platz für eingeschossige Einfamilien- und Doppelhäuser mit maximal zwei Wohneinheiten je Einfamilienhaus und maximal einer Wohneinheit je Doppelhaushälfte. Die im westlichen Bereich des Areals gelegene Böschung soll als private Grünfläche festgesetzt werden, die nicht bebaut werden darf.

Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren

Der neue Geltungsbereich des Bebauungsplanes hat eine Größe von etwa 13.352 Quadratmetern. Da der Regionalplan hier vollflächig einen »Allgemeinen Siedlungsbereich« darstellt, ist nach Einschätzung der Verwaltung die erforderliche Änderung und Anpassung des Flächennutzungsplans genehmigungsfähig. Landschaftsschutz besteht nicht.

Da die Grundfläche weniger als 20.000 Quadratmeter beträgt, kann der Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden. Dabei entfällt auch die Durchführung einer Umweltprüfung. Eine Informationsveranstaltung für die Öffentlichkeit ist vorgesehen, ein Termin steht aber noch nicht fest.

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