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Vergewaltigungsprozess: Zeuge holte mutmaßliche Opfer vom Bahnhof in Löhne ab

»Nichts Auffälliges bemerkt«

Herford/Löhne (WB/bex). Der Prozess um die mutmaßliche Vergewaltigung zweier 15-jähriger Mädchen am 22. Oktober 2017 am Sender geht in die Schlussphase. Beim nächsten Termin am 8. November könnte bereits ein Urteil gesprochen werden.

Am nächsten Prozesstag, 8. November, könnte ein Urteil ergehen. Foto: dpa

Zum vierten Prozesstag am Freitagmorgen war ein Zeuge vor das Herforder Schöffengericht geladen, der die Mädchen nach der angeblichen Tat vom Bahnhof in Löhne abgeholt hatte. Eines der Mädchen soll den 28-Jährigen zuvor angerufen und ihn um den Gefallen gebeten haben. Der Mindener sei dann mit seinem Neffen von einer Disco in Bad Oeynhausen nach Löhne gefahren. Dort habe er die beiden Löhnerinnen mit mehreren Männern angetroffen und sich geärgert, warum er sie fahren solle, da dies ja auch deren Begleiter hätten tun können.

Beide Mädchen nach Hause gefahren

Er habe die Mädchen dann jedoch nach Hause gebracht. Dabei habe er nichts Auffälliges bemerkt, sagte er vor Gericht mit Unterstützung eines Dolmetschers aus. Bei einer telefonischen Befragung hatte er zuvor angegeben, die Mädchen seien gar nicht ins Auto eingestiegen. Dies habe er aber nur gesagt, weil er mit dem Fall eigentlich nichts zu tun haben wolle. Angeklagt sind drei Männer (32, 30, 20) aus Löhne. Sie sollen die Mädchen – sie hatten sich älter ausgegeben – in der Shisha-Bar »La Palma« am Herforder Bahnhof mit Alkohol gefügig gemacht und sich dann am Sender an ihnen vergangen haben. Sie hatten die Mädchen später am Bahnhof in Löhne abgesetzt.

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