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Endspurt auf dem Bau in Herfords Innenstadt: Eröffnung am 31. August – mit Video

O, du schöne neue Markthalle

Herford (WB). Jetzt kann eigentlich nichts mehr schiefgehen: Nachdem der Eröffnungstermin zweimal gekippt werden musste, wird es mit der großen Opening-Party in drei Wochen klappen. Das WESTFALEN-BLATT durfte vorab schon einmal ein Blick in Herfords heilige Halle werfen.

Moritz Winde

Der Dreck muss weg: Dirk Peiner rückt den Fliesen mit speziellen Reinigungsmitteln auf die Pelle. Per Hand hat er zuvor mehr als 300 Kaugummis vom Boden gekratzt. Foto: Moritz Winde

Das Betreten der Baustelle ist normalerweise verboten. Ein entsprechendes, unübersehbares Schild mit weißen Buchstaben auf knallroter Farbe steht am Haupteingang.

Doch die Neugierde ist bei vielen offenbar so groß, dass immer wieder Passanten ihren Kopf durch die markante türkisfarbene Holztür stecken – und dann in der Regel ungläubig den Kopf schütteln. Kein Wunder, haben sie doch sicher noch die alten Zustände des historischen Hauses im Gedächtnis: dunkel, muffig, heruntergekommen.

»Etwas Vergleichbares gibt es nicht«

Wer sich heute nach mehr als zweijähriger Bauzeit in dem 100 Jahre alten Gebäude umschaut, stellt fest, dass quasi nur die Hülle der Halle geblieben ist. Das denkmalgeschützte Domizil zwischen Rathaus und Münsterkirche wurde komplett auf links gedreht: hell, hochmodern, hübsch.

5,5 Millionen Euro – und damit 800.000 Euro mehr als geplant – hat das Prestige-Projekt gekostet, das nach Angaben von Frank Hölscher bundesweit auf Interesse stößt. »Wir bekommen aus der ganzen Republik Anfragen, was wir hier in Herford machen«, sagt der Pro-Herford-Chef, der die Möglichkeit zur Sanierung der Markthalle als Geschenk bezeichnet. Skepsis und Vorbehalte könne er nachvollziehen: »Etwas Vergleichbares gibt es eben nicht.«

Auf der Baustelle sind die Arbeiter im Endspurt-Modus. Bis zum 31. August müssen die 40 Verkaufsstände stehen, die Technik muss funktionieren – und picobello sauber soll ja schließlich auch alles sein.

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