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Keine Maske, kein Abstand: Behörden belassen es bei Verwarnungen

Polizei löst Rodelspaß auf dem Herforder Luttenberg auf

Herford (WB)

Blauer Himmel, eiskalte Temperaturen und eine 1-A-Schneepiste: Der Luttenberg zwischen Marienkirche und Schützenhof in Herford hat am Dienstag allerbeste Voraussetzungen fürs Schlittenfahren geboten – und jede Menge Leute angelockt. Um 16.30 Uhr aber war‘s vorbei mit dem Rodelspaß.

Moritz Winde

Gute Fahrt: Der Luttenberg ist schon immer ein beliebter Rodel-Treffpunkt gewesen. Wegen Corona sind größere Menschenansammlungen derzeit aber verboten. Foto: Moritz Winde

Die Polizei löste das frostige Vergnügen auf. Ein Anwohner hatte die Behörden über die nicht-coronakonformen Winter-Freuden informiert. „Es wurden keine Masken getragen und die Abstände konnten nicht eingehalten werden. Deshalb haben wir die Veranstaltung beendet“, sagt Herfords Polizeisprecherin Simone Lah-Schnier.

Zum ersten Mal mussten die Ordnungshüter auf diese Art und Weise im Kreis Herford den Spielverderber geben und geschätzt mehr als 50 Rodler nach Hause schicken. Beteiligte berichten davon, dass sich die Streifenwagenbesatzung allerdings fast schon für ihr Einschreiten entschuldigt habe.

Vor allem die vielen Kinder waren über das abrupte Ende enttäuscht. Als die Polizei im Luttenberg-Tal eintraf, flüchteten etliche Rodler über die andere Seite in Richtung Gotteshaus. Das wäre aber gar nicht notwendig gewesen, denn die Beamten beließen es bei einer freundlichen, aber bestimmten Verwarnung.

Erst beim nächsten Mal seien Bußgelder fällig. Und die wären mit 250 Euro pro Person dann echt happig.

Noch am Morgen war kaum etwas los am Luttenberg. Zum Nachmittag füllte sich der Bereich zunehmend. Foto: Moritz Winde
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