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SWK zieht erste Winterdienst-Bilanz: 700 Tonnen Streusalz wurden verteilt

Räumfahrzeuge fahren 5.000 Kilometer

Herford (WB)

„Der erste große Wintereinbruch seit fast zehn Jahren hat gezeigt, dass es in vielen Bereichen Probleme gab, mit diesem eigentlich für die Jahreszeit früher nicht unüblichen Wetterereignis klarzukommen“, sagt SWK-Geschäftsführer Wolfgang Rullkötter.

Ralf Meistes

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Die zuständige Servicegesellschaft für Wirtschaft und Kommunen (SWK) hat eine erste Bilanz nach dem Schneechaos gezogen. Eine interne Aufarbeitung, was gut und was nicht so gut gelaufen ist, soll folgen. „Es ist unmöglich, die großen Schneemassen einfach verschwinden zu lassen oder soweit zu entfernen, dass sich keine nennenswerten Einschränkungen ergeben“, teilt Rullkötter mit.

Die Winterdienste konnten laut SWK-Geschäftsführer nur versuchen, soweit wie möglich und so schnell wie möglich einigermaßen vertretbare Verhältnisse auf Straßen, Wegen und Plätzen herzustellen. Das Ergebnis sei nicht immer zur Zufriedenheit der Anlieger ausgefallen, weil sich eine Lücke ergab, zwischen dem, was zu leisten möglich war, und dem, was sich die Anlieger wünschten.

Aus SWK-Sicht wurden im Vorfeld alle Anstrengungen unternommen und die notwendigen technischen und organisatorischen Vorkehrungen für einen reibungslosen Ablauf der Einsätze getroffen. Fahrzeuge und Geräte waren für den Einsatz am ersten Tag (7. Februar) mit intensiven Schneefall aufgerüstet und einsatzfähig, die Mitarbeiter und vertraglich gebundenen Subunternehmer in Rufbereitschaft gesetzt worden und die Salzlager voll.

So konnte der Winterdienst morgens um 6 Uhr starten. „Da war aber noch keinem klar, dass erst mehr als eine Woche später eine Entspannung im Winterwetter eintreten würde“, betont Wolfgang Rullkötter.

Ab Februar wurden täglich Volleinsätze gefahren. Arbeitsbeginn war in der Woche morgens um 3 Uhr. Beendet wurden die Einsätze oft erst spätabends. Bei solch einem Einsatz sind gleichzeitig 12 Fußtruppen, 18 Kleinschlepper und 17 Großfahrzeuge unterwegs. Den letzten der neun Volleinsätze gab es am 15. Februar. Tags darauf wurden punktuell notwendige Nacharbeiten ausgeführt.

Kleinschlepper und Fußtruppen waren schwerpunktmäßig auf Rad- und Gehwegen, Fußgängerüberwegen und Querungshilfen sowie auf Treppen und Zuwegungen tätig.

Die Großfahrzeuge fuhren die Straßen der Winterdienststufen 1 und 2 an. Hierbei legten sie laut SWK insgesamt fast 5.000 Kilometer Räum- und Streustrecke zurück. „Das entspricht der Entfernung Luftlinie zwischen Hamburg und Kabul“, sagt Rullkötter. Im Rahmen des beschriebenen Winterdienstes haben die von der SWK eingesetzten Subunternehmer insgesamt etwa 2300 Einsatzstunden angehäuft. Die Mitarbeiter der SWK sind auf etwa 4800 Einsatzstunden gekommen.

Trotz Feuchtsalzeinsatz und dosierter Streuung mussten etwa 700 Tonnen Streusalz verteilt werden. Die vertraglichen Regelungen mit den Lieferanten haben dazu geführt, dass das Lager der SWK immer rechtzeitig aufgefüllt wurde. Einen „Salznotstand“ gab es somit zu keiner Zeit.

Biomüll

Witterungsbedingt konnte die Bioabfallentsorgung in Herford in der Woche ab dem 8. Februar nicht durchgeführt werden. Die SWK versucht daher, bei der in der nächsten Woche anstehenden Entsorgungstour eine Entlastung herbeizuführen.

Sollte das Volumen der Biotonne durch die ausgebliebene Entsorgung nicht mehr ausreichend sein, können in gebündelter Form Kleinmengen von geschnittenem Strauch- und Astwerk ausnahmsweise neben die Tonne gelegt werden.

Weiterhin können Haushalte mit einer zusätzlichen Saisonbiotonne diese in der kommenden Woche ebenfalls zur Abholung bereitstellen.

Da es sich um Bioabfall handelt, ist es nicht zulässig, dass befüllte Tüten, Kartons oder Eimer mit entsorgt werden. „Diese bitte nicht neben die Tonnen stellen. Hier gilt das Angebot, diese Übermengen kostenlos auf dem Wertstoffhof der SWK zu entsorgen“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Rullkötter.

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