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Geplante Photovoltaik-Freiflächenanlage in Diebrock: Zustimmung für Auftragsvergabe

Sauberer Strom für bis zu 740 Haushalte in Herford

Herford

Bei einer Generalversammlung der Friedensfördernden Energie-Genossenschaft Herford (FEGH) ist über die Auftragsvergabe für die geplante große Photovoltaik-Freiflächenanlage auf einer früheren Deponie am Hainkamp in Herford-Diebrock abgestimmt worden. Eine große Mehrheit gab grünes Licht.

Freuen sich über das Ja der Mitglieder zur Auftragsvergabe der geplante große Photovoltaik-Freiflächenanlage auf einer früheren Deponie am Hainkamp in Herford-Diebrock: (von links) Christoph Arnold, Wolfgang Bach (Vorstand), Heike Tintelnot, Uwe Hofer, Ingo Ellermann, Dr. Martin Sonnabend (alle Aufsichtsrat) und Barbara Rodi (Vorstand). Foto: FEGH

Bevor die Generalversammlung starten konnte, mussten zunächst weitere Stühle in den großen Sitzungssaal im Herforder Kreishaus geschafft werden. Denn mit mehr als 90 Teilnehmern kamen so viele Mitglieder und Gäste zu der Versammlung wie nie zuvor.

Vorstand und Aufsichtsrat stellten das Projekt, welches rund 740 Haushalte mit sauberem Strom versorgen können soll, detailliert vor. Die Kosten von gut 2,4 Millionen Euro will die Genossenschaft möglichst ohne Banken nur mit der Hilfe von Bürgerinnen und Bürger aufbringen. Interessierte können sich weiterhin bei der FEGH unter [email protected] oder 05221/10 22 775 melden.

„Thema bewegt die Menschen“

Nach einer kurzen Diskussion und Fragerunde stimmten die Mitglieder dem Vorschlag zur Auftragsvergabe schließlich bei wenigen Enthaltungen und ohne Gegenstimmen zu.

„Wir freuen uns riesig, dass wir damit wieder einen Schritt weiter sind“, erklärt Barbara Rodi, Vorstand der FEGH: „Im Kreis Herford sind wir mit der Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen immer noch weit unter dem Bundesdurchschnitt. Die hohe Beteiligung heute zeigt, dass das Thema die Menschen bewegt und viele auch bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“

Gibt den Staffelstab weiter: Christoph Arnold (75) legt seine Tätigkeit im Vorstand der FEGH aus Altersgründen nieder. Sein Nachfolger ist Wolfgang Bach. Foto: FEGH

Weiterer Tagesordnungspunkt war ein Wechsel im Vorstand. Christoph Arnold (75), bereits bei der Gründung der FEGH im Jahr 2011 Genosse und seitdem Vorstandsmitglied, hatte zum Ende des vergangenen Jahres entschieden, sein Amt aus Altersgründen niederzulegen und sich nicht nur in den Ruhestand zu verabschieden, sondern sich auch neuen Aufgaben zu stellen.

Genauigkeit und Zuverlässigkeit

Aufsichtsrat und Gründungsmitglied Dr. Martin Sonnabend ehrte ihn ausführlich für sein langes Engagement und hob den großen Wert von Arnolds Genauigkeit und Zuverlässigkeit hervor.

Als neues Vorstandsmitglied neben Barbara Rodi stellte sich Wolfgang Bach den Mitgliedern vor. Der Diplomingenieur bringt viel Erfahrung als Geschäftsführer der Bürgersolaranlagen Hiddenhausen und Löhne mit und freut sich, zusammen mit den anderen Aktiven die Energiewende in Bürgerhand weiter voran zubringen.

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