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Abriss für Parkhaus angedacht – Erweiterung an der Engerstraße und Neubau in der City

Sparkasse will Hauptstelle aufgeben

Herford (WB). Die Richtungsentscheidung ist getroffen: Die Sparkasse Herford wird ihre Zentrale Auf der Freiheit 20 aufgeben und zum Verkauf anbieten. Der Verwaltungsrat hat am Donnerstag entschieden, dass mit konkreten Planungen für den Neubau eines Standortes in der Innenstadt und für eine Erweiterung des Dienstleistungszentrums an der Engerstraße begonnen werden soll.

Peter Schelberg

Die Hauptstelle der Sparkasse Herford Auf der Freiheit 20 ist in die Jahre gekommen: Nach einem Verkauf an die Stadt und einem Abriss könnte sich Bürgermeister Tim Kähler hier ein Parkhaus vorstellen. Foto: Peter Schelberg

„Gleichzeitig wird der Vorstand gebeten, den Verkauf des bisherigen Hauptstellengebäudes vorzubereiten“, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung: „So kann der aus dem Verkauf erzielte Erlös in die Refinanzierung der Neubauten fließen.“

Im nächsten Schritt werde die Sparkasse die Detailplanungen für die Neubauten angehen und die Anforderungen und Kosten konkretisieren: „Beim Neubau an der Engerstraße stehen die Funktionalität und die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund“, sagte Vorstandsvorsitzender Peter Becker.

Vorstandsmitglied Horst Prüßmeier fügte hinzu: „Unsere Hauptstelle ist aufgrund ihrer zentralen Lage für viele Kundinnen und Kunden ein bedeutender Anlaufpunkt. Daher ist es uns besonders wichtig, auch weiterhin mit unseren vollständigen Leistungen und Angeboten sowie Service auf hohem Niveau möglichst zentral vor Ort zu sein. Und das künftig dann an einem neuen Standort, der allen Anforderungen an eine moderne, bedarfsorientierte Beratung gerecht wird.“ Die Sparkasse werde nun mögliche Standortalternativen für diesen Neubau in der Innenstadt prüfen.

Bernd Eickhoff, Bereichsdirektor Vorstandssekretariat und Unternehmenskommunikation, sagte auf Nachfrage, dass die zentralen Funktionen an die Engerstraße verlagert werden sollen. Ein wichtiger Kundenstandort werde aber in der Innenstadt bleiben: Angedacht ist der Neubau eines Beratungszentrums für das Kundengeschäft, das die wichtigsten Beratungs- und Servicefunktionen umfasst.

Zunächst müssten allerdings die Bedarfe ermittelt werden. Im nächsten Schritt würden sich Vorstand und Verwaltungsrat im Herbst 2020 mit weiter konkretisierten Planungen auseinandersetzen: „Dann wird es weitere grundlegende Entscheidungen geben.“ Wann ein Umzug erfolgen könne, sei noch völlig offen.

Die Hauptstelle zu verkaufen und den Standort in der Innenstadt zu erhalten, bezeichnete Bürgermeister Tim Kähler als „sehr gute Entscheidungen“. Auf dem großen Hauptstellen-Grundstück ließen sich diverse Ideen umsetzen. Darüber würden sich Stadt und Sparkasse unterhalten, kündigte er an: „Ich würde mir wünschen, dass wir die Immobilie kaufen und neu gestalten – zum Beispiel, indem wir ein Parkhaus bauen, in dem auch Dienstleister Räume nutzen könnten. Natürlich wäre es auch eine Option, das Beratungszentrum der Sparkasse dort zu integrieren – zumal ja bereits Tresore im Gebäude sind.“

Beim Stichwort Parkhaus denkt Kähler nicht nur an Autos: „Man sollte auch Themen wie Fahrräder, Pedelecs oder Fahrradstation einbeziehen, über Ladestationen und Photovoltaik nachdenken.“ Einbezogen werden müsse in jedem Fall der Rathausplatz, denn nach dem Archäologischen Fenster am Münster stehe demnächst ein städtebaulicher Wettbewerb über die Gestaltung des Rathausplatzes auf der Agenda. Dabei sei auch die Frage zu klären, „ob dort ein Parkplatz bleiben soll oder nicht“.

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