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Ermittlungen nach Polizeikugeln auf Auto eingestellt – Opel-Fahrer erhebt Vorwürfe

Staatsanwalt rechtfertigt Schüsse

Herford (WB). Waren die beiden Schüsse angemessen, die ein Herforder Polizist nach einer Verfolgungsjagd auf ein Auto abgefeuert hat? Die Staatsanwaltschaft Bielefeld meint Ja – und hat die Ermittlungen eingestellt. »Das war Notwehr«, sagt Staatsanwalt Christoph Mackel.

Moritz Winde

Der Fall spielte sich am frühen Abend des 24. November in der Straße »Im Großen Vorwerk« ab – einer ruhigen Wohnsiedlung in der Nähe des Klinikums. Wie berichtet, war der 24-jährige Roman H. gemeinsam mit einem 22-jährigen Freund aus Kamen in seinem blauen Opel Astra quer durch die Stadt vor der Polizei bis hierhin geflüchtet. Zuvor hatte er ein Verkehrsschild in der Eimterstraße und mehrere Autos gerammt.

H. wohnt im Kalletal, er hat dreieinhalb Jahre wegen schweren Raubes im Herforder Gefängnis gesessen. Wegen seiner Drogenabhängigkeit macht er derzeit einen freiwilligen Entzug in einer Klinik. Einen Führerschein hat er nicht. Die Kennzeichen des Fahrzeugs waren gestohlen.

Roman H. beschreibt die Hintergründe der Flucht so: »Wir standen an einer roten Ampel, da ist uns plötzlich ein Polizeibulli von hinten schräg ins Auto gefahren. Dann sind zwei Polizisten ausgestiegen und haben mit ihren Pistolen auf uns gezielt.« Er habe Panik bekommen und Gas gegeben.

Die Flucht endete »Im Großen Vorwerk«: Der Opel saß fest, war von mehreren Streifen- und Zivilwagen eingekreist. »Ich war von Polizeiautos eingekeilt, konnte nicht vor und zurück. Warum wurde dann noch auf mich gefeuert?«, fragt Roman H. Er habe den Motor ausgeschaltet und die Hände aufs Armaturenbrett gelegt. Die Polizei hingegen sagt, der Mann sei mit seinem Wagen immer wieder losgefahren und habe dadurch andere erheblich gefährdet.

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