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Ab August darf in Herfords sanierter Arena gespielt werden

Stadion-Eröffnung mit Arminia?

Herford (WB). Die Arbeiten sind so gut wie abgeschlossen, jetzt braucht der Naturrasen Zeit zum Wachsen: Doch die Stadt Herford verspricht, das Ludwig-Jahn-Stadion darf in zweieinhalb Monaten genutzt werden.

Moritz Winde

Das Ludwig-Jahn-Stadion aus der Luft betrachtet: Jetzt muss nur noch der Rasen wachsen und die Leichtathletik-Linien sind zu erneuern – dann kann die Arena freigegeben werden. Foto: Moritz Winde

Zum 1. August – und damit wie vereinbart – werde die Spielstätte an die Vereine übergeben, kündigt Bauamtschef Peter Böhm an. Herfords neue Vorzeige-Arena, in dessen Sanierung mehr als eine halbe Million Euro geflossen sind, soll natürlich feierlich wiedereröffnet werden.

Nach Informationen dieser Zeitung hatte Bürgermeister Tim Kähler bereits alles in die Wege geleitet, um Zweitligist Arminia Bielefeld zur Einweihung an die Wiesestraße zu lotsen. Doch ob der Kick mit den prominenten Fußballern zu halten sein wird, ist fraglich. Immerhin ist der DSC in der Region ein Publikumsmagnet und ein Spiel mit vielen Zuschauern zum jetzigen Zeitpunkt zumindest undenkbar.

Eine Anfrage zum Status quo ließ der Verwaltungschef am Mittwoch unbeantwortet. Nur so viel: „Wir wissen heute noch nicht, was wir am 1. August machen werden. Es wird aber auf jeden Fall eine würdige Einweihung werden“, heißt es aus dem Bürgermeisterbüro.

Eigentlich hätte der Umbau der 1955 eröffneten Sportstätte schon vor anderthalb Jahren in Angriff genommen werden sollen, doch es gab Komplikationen, die die Pläne über den Haufen warfen. „Wir haben auf die Zusage von Fördermitteln gewartet. Und auch die Bombensuche hat viel Zeit gekostet“, sagt Bürgermeister Tim Kähler.

Neuer Stadionwart freut sich auf Sportler

Doch egal ob eine Eröffnung mit viel Tamtam oder in kleinem Rahmen: Herfords Sportwelt dürfte sich über die Stadion-Fertigstellung so oder so freuen. Schließlich war das alte Geläuf der Arena mächtig ramponiert. Viele Fußballer zogen den benachbarten Kunstrasen dem Acker vor. Dort wird seit Dienstag übrigens wieder trainiert.

Robin Fischer ist Herfords neuer Stadionwart und freut sich, dass endlich wieder Leben auf den Sportkomplex hinter dem H2O einkehrt. Der 43-Jährige trat seinen Dienst fast zeitgleich mit dem Beginn der Corona-Krise an. Die Leere sei schon komisch gewesen.

Zu tun aber gab es auch ohne Betrieb reichlich. Zwar wurde der Innenraum für viel Geld auf Vordermann gebracht, alles andere aber nicht. „Ich habe drinnen erst einmal gestrichen“, sagt Robin Fischer, der mit Pinsel und Quast so gut umgehen kann wie Armina-Stürmer Fabian Klos mit dem Ball. Denn bevor bei der Stadt Herford anheuerte, war er mehr als 20 Jahre Maler und Lackierer.

Ideale Voraussetzungen also, um dem Ludwig-Jahn-Stadion einen neuen Anstrich zu verpassen. Bis zur Eröffnung hat er ja noch etwas Zeit – wie immer diese dann auch aussehen wird.

Hauruck: Der neue Stadionwart Robin Fischer hievt die ausrangierten Trainerbänke zur Seite. Foto: Moritz Winde
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