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Zahlreiche Programmpunkte an 18 Veranstaltungsorten

Tanzend durch die Nacht der Kultur

Herford (WB). Die 11. Herforder Kulturnacht hat sich zwischen lauten, lebendigen Auftritten und leisen, nachdenklichen Momenten bewegt. Chöre, Künstler, Autoren und Tanzgruppen sorgten für ein abwechslungsreiches Programm.

Sophie Hoffmeier

Für einen energiegeladenen Auftakt der Kulturnacht sorgt die Tanzformation »X-Factor« der Tanzschule Roemkens. Das Elsbachhaus ist eine besonders gefragte Anlaufstelle, auch Tanzrunden für die Besucher gehören zum Programm. Foto: Sophie Hoffmeier

»Kultur hat es nicht immer leicht – und das besonders im Ringen um Geld«, sagte Bürgermeister Tim Kähler bei der Eröffnung: »Solche Abende sind wichtig, um Kultur erfahrbar zu machen und zu zeigen, was Kultur bedeuten kann.« Es solle darum gehen, Menschen eine Bühne zu geben. Hans-Jürgen Buder, Vorsitzender des Kulturankers, bedankte sich bei den Akteuren: »Ihr seid der Mittelpunkt unseres Zusammenseins.« Er dankte außerdem den innenstädtischen Kirchen für die kostenlose Bereitstellung der Räumlichkeiten.

Karaoke-Gesang im Marta

An 18 Veranstaltungsorten gab es mehr als 50 Akteure zu sehen. Schwungvoll führten die Tanzgruppen im Elsbachhaus in die Veranstaltung ein. Den Anfang machte die Tanzformation »X-Factor«. Die Kinder der Tanzschule Roemkens hatten im Anschluss ein »Bibi & Tina«-Medley vorbereitet. Kurz darauf wirbelten die »Sound Dancer« des SV Oetinghausen 06 durch die große Eingangshalle. In mehreren Tanzrunden durften sich die Besucher im Laufe des Abends selbst beteiligen.

Im Marta konnten die Gäste ebenfalls aktiv werden. Im Rahmen der aktuellen Ausstellung »Mix it – Popmusik und Videokunst« hatten sie die Möglichkeit, Karaoke zu singen. Viele aus Herford und Umgebung nutzten das Angebot des freien Eintritts in dem Museum. So auch Brigitte Wickenkamp. »Der Flyer hat mich angesprochen, weil hier so eine bunte Mischung geboten wird«, erzählt sie: »Das wollte ich mir mal anschauen.«

Viele Veranstaltungen zeitgleich getaktet

Die einzelnen Angebote der Kulturnacht wurden insgesamt gut aufgenommen. Allerdings gab es vergleichsweise wenig Menschen, die auf den Straßen unterwegs waren und zwischen den einzelnen Lokalitäten hin und her wechselten. Das lag unter anderem daran, dass viele Veranstaltungen zeitgleich getaktet waren.

Die Musikschule präsentierte Gitarrenensemble, Kammermusik und Zupforchester. Außerdem gab es Chorgesang von »Die Unerhörten«. Über einen großen Zuschauerkreis konnten sich unter anderem der Chor UpToDate in der Jakobikirche und der Gospelchor »Call him up« freuen.

Auch die Lesungen in der Stadtbibliothek fanden ihre Liebhaber. Autoren aus dem Kreis Herford setzen sich mit dem Thema auseinander, was das Entscheidende im Leben sei. »Es freut mich, dass so viele Besucher trotz der vielen Parallelangebote noch Zeit gefunden haben«, sagte Autor Ralf Burnicki. Die anwesenden Literaten beschäftigten sich unter anderem mit Integration, Zeitgeist, Erkrankungen und Geldnot. Ebenfalls zum Nachdenken animierte die Kunst-Ausstellung von Kulturanker-Mitgliedern im VHS-Gebäude.

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