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Erst müssen Leitungen in der Fußgängerzone verlegt werden, dann kommt das neue Pflaster

Teerkleckse am Herforder Gehrenberg

Herford

Der Bagger ist verschwunden, das Loch ist zugeschüttet, die Geschäfte links und rechts der Baustelle am Herforder Gehrenberg haben es überstanden. Doch jetzt klaffen zwei riesige, schwarze Teerkleckse neben den hellen Pflastersteinen.

Stephan Rechlin

Auch am Gehrenberg werden die Hausanschlüsse erneuert. Die dafür notwendigen Baustellenlöcher sind mit Teer wieder verschlossen worden. Doch nur provisorisch: Im Frühjahr 2021 werden sie wieder entfernt und am Ende durch das neue Innenstadtpflaster ersetzt. Foto: Moritz Winde

Passanten bleiben stehen und schütteln die Köpfe: „Wie kann man eine Baustelle in dem stark frequentierten Durchgang zwischen Höckerstraße und Altem Markt nur so zurücklassen?“ Mit dieser Frage wenden sich Leser ans HERFORDER KREISBLATT, das wiederum beim Baudezernenten Dr. Peter Böhm um eine Antwort darauf bittet.

„Die geteerten Stellen sind nur vorübergehend im Pflaster,“ teilt Dr. Böhm mit, „so wie auf der Brüderstraße auch werden sie im Frühjahr wieder aufgerissen. Dann erst werden die neuen Hausanschlüsse verlegt.“

Die „vorübergehende“ Phase kann also noch gut fünf Monate dauern? „Das ist nicht ausgeschlossen. Kommt darauf an, wie hart der Winter wird und wie lange er dauert“, sagt Dr. Böhm. Falls er so mild wie im vergangenen Jahr ausfällt, könnten die Arbeiten vielleicht schon im Februar 2021 abgeschlossen werden.

Seit dem vergangenen Jahr erneuert die Stadt Herford die Hausanschlüsse an Bäckerstraße, Neuem Markt, Lübberstraße und Höckerstraße. Die insgesamt 29 Hausanschlüsse an Brüderstraße und Gehrenberg seien die letzten Baumaßnahmen. Danach werde das neue Pflaster verlegt.

Einzelhändler hatten sich über die Baustelle mitten in der Corona-Pandemie beschwert. Siegmar Rasche, der am Gehrenberg die Backfactory-Filiale betreibt, bemängelte, dass die ohnehin schon schwierige Situation dadurch noch weiter verschärft werde.

Allerdings wurde die Baumaßnahme im Juli 2019 beschlossen, als noch niemand etwas von einer Pandemie dieses Ausmaßes ahnte. Anschließend sei sie nicht mehr zu stoppen gewesen, weil Zuschüsse bis zu einer vom Land gesetzten Frist abzurechnen seien.

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