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Stadt Herford startet Aktionswoche zur Bußgelderhöhung für Hundebesitzer

Teure Hundehaufen

Herford (WB). Ein paar Jogger waren unterwegs am Weddingufer. Einige Radfahrer fuhren entlang der Werre auf dem Weg zur Arbeit. Marc Echternkamp hielt aber Ausschau nach Hunden.Davon waren gar nicht so viele unterwegs um 8.30 Uhr. Dabei hatte Echternkamp extra seinen Dienstbeginn vorverlegt, um die morgendlichen Gassigänger abzupassen.

Thomas Klüter

Marc Echternkamp ist in zivil am Weddingufer unterwegs, damit Hundebesitzer nicht vorgewarnt sind. Kerstin Bruns führte ihren Labradoodle ohne Leine spazieren und muss nun 20 Euro Verwarngeld bezahlen. Foto: Thomas Klüter

Typische Gassistrecken

Marc Echternkamp arbeitet eigentlich in der City-Wache. In dieser Woche ist er aber vermehrt mit dem Dienstrad an typischen Gassistrecken im Einsatz und achtet auf das Fehlverhalten von Hundebesitzern. »Die Stadt hat gerade die Verwarn- und Bußgelder angehoben und darauf wollen wir mit der Aktion aufmerksam machen«, sagt Echternkamp. »Wir möchten an die Menschen appellieren, sich an die Regeln zu halten.«

Ohne Leine kostet 20 Euro

In bebauten Gebieten müssen Hunde zum Beispiel angeleint sein. Wer ohne Leine erwischt wird, bezahlt nach wie vor 20 Euro Verwarngeld. Das Geschäft seines Vierbeiners einfach liegen zu lassen, ist dagegen deutlich teurer. Von 20 Euro erhöhte die Stadt auf 100 Euro. »Ab 55 Euro bewegen wir uns nicht mehr im Bereich des Verwarngeldes«, erklärt Echternkamp. »Ab da ist es ein Bußgeld.«

Anwohnerin Kerstin Bruns begrüßt diese Erhöhung und würde sich noch mehr Kontrollen wünschen. »Die ganzen Hundehaufen sind wirklich unangenehm«, sagt Bruns. Die Hundebesitzerin wurde aber selbst von Marc Echternkamp angehalten. Ihr Labradoodle »Madiba« war nicht angeleint.

Post für Besitzerin

»Natürlich weiß ich, dass das eigentlich nicht erlaubt ist«, sagt Bruns. Ihr Hund gehorche aber aufs Wort, sowohl wenn Kinder in der Nähe seien, als auch bei anderen Hunden. »Madiba« verhielt sich tatsächlich vorbildlich, trotzdem verstößt es gegen die Regeln, wenn er nicht angeleint ist. Echternkamp nahm deshalb die Daten von Kerstin Bruns auf, prüfte sie mit einem speziellen Programm auf dem Diensthandy und bereitete die Hundebesitzerin auf die baldige Post vor.

Beutel stets mitnehmen

Die Anleinpflicht sei auch zum Schutz für Enten und andere Vögel in den Uferbereichen wichtig. erklärt Echternkamp. Der Sinn der Regelung zum Hundekot erklärt sich ja von selbst, sagt Echternkamp. »Wer mit einem Hund spazieren geht, der sollte auch immer Kotbeutel dabei haben.«

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