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Der Herforder Spielbetrieb soll im März wieder aufgenommen werden – ausgefallene Stücke in der nächsten Saison

Theater schließt weitere zwei Monate

Herford (WB)

Das Herforder Stadttheater bleibt in den Monaten Januar und Februar geschlossen. Die Abonnenten sollen in den nächsten Tagen über das weitere Vorgehen informiert werden.

Hartmut Horstmann

Das Stadttheater bleibt bis März geschlossen. Die ausgefallenen Stücke werden in der nächsten Saison gespielt. Foto: Moritz Winde

Den Grund für die Absagen liefert die aktuelle Corona-Situation. Derzeit sind in keinem deutschen Theater Aufführungen möglich, sodass der Herforder Leiter Karl-Heinz Rohlf feststellen muss: „Im Moment verschieben wir sowieso ständig die Veranstaltungen und vertrösten unsere treuen Besucher.“ Nun werde ganz neu geplant – wobei alle Veranstaltungen in die nächste Saison übernommen werden sollen.

Andreas Kornacki, Geschäftsführer der Kultur gGmbH, begründet die frühzeitige Absage und die Aussicht auf einen Termin in der kommenden Saison auch mit der Planungssicherheit, die man den Künstlern geben müsse. An den vorgesehenen Veranstaltungen für März und April soll festgehalten werden. „Wenn die äußeren Bedingungen es zulassen, wird die Saison dann normal zu Ende gespielt“, teilt Rohlf mit.

Gleichzeitig räumt Andreas Kornacki ein, dass auch im März mit coronabedingten Beschränkungen zu rechnen sei. Ob es dann wirklich wieder losgeht, ist daher ungewiss. So sagt Rohlf mit Blick auf die Finanzen: „Wenn nur 100 Zuschauer zugelassen sind, subventionieren wir jede Veranstaltung mit einer Summe, die nicht mehr feierlich ist.“

In Gesprächen mit den Tourneebühnen hat der Theaterleiter erfahren, dass auch andere Schauspielhäuser bereits viele Termine abgesagt haben.

Was die Abonnenten angeht, so setzt Rohlf für die ausgefallenen Vorstellungen auf Gutscheine, die für die neuen Termine in der nächsten Saison gelten.

Kommentar

Der Schritt ist überfällig. Angesichts der aktuellen politischen Diskussion ist nicht zu erwarten, dass im Januar oder Februar Theater gespielt werden darf. Das Publikum wird die Absagen bedauern – aber extrem schmerzhaft, ja existenzbedrohend ist die Situation für die Ensembles. Karl-Heinz Rohlf weiß von Bühnen, die im Februar die letzte Aufführung hatten. Werden sie überleben? Richtig ist es daher, die Künstler, deren Termine ausfallen, in der nächsten Saison erneut zu berücksichtigen. Hartmut Horstmann

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