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Bergertor-Wehr: Sondersitzung am 29. Mai – Absenkung der Werre vorgeschlagen

Verwaltung hält an Planung fest

Herford (WB). Ein einziges Thema steht auf der Tagesordnung, wenn sich die Mitglieder des Bauausschusses am 29. Mai zu einer Sondersitzung treffen: Es geht um den Rückbau und die Umgestaltung des Bergertor-Wehres. Laut Verwaltungsvorlage ist in der Sitzung auch ein Beschluss vorgesehen – im Rat wird das seit Jahren diskutierte Thema nachfolgend am 15. Juni behandelt.

Hartmut Horstmann

Um die viel diskutierte Zukunft des Wehrs am Bergertor geht es am 29. Mai in der Bauausschuss-Sitzung. Beginn ist um 17 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses. Foto: Jan Gruhn

Was die Planungen angeht, so favorisiert die Verwaltung weiterhin die Planungsvariante 3a des Büros IWA. Diese Variante beinhaltet den Abriss des bisherigen Wehres. An die Stelle soll ein etwa 20 Meter breites, bewegliches Wehr treten, das bei Hochwasser geöffnet werden kann. Diese Variante führt dazu, dass der Wasserspiegel der Werre um 50 Zentimeter abgesenkt wird.

Drei Aspekte gilt es zu berücksichtigen. Zum einen besteht Handlungsbedarf, weil das Wehr dringend sanierungsbedürftig ist. Zum zweiten müssen die Wasserrichtlinien (Herstellung einer ökologischen Durchgängigkeit) erfüllt werden. Und drittens geht es um eine Aufwertung des Bereichs, orientiert am Masterplan Innenstadt. Die Historie der Umgestaltungsplanungen ist den Bauausschuss-Unterlagen zu entnehmen.

Neubau sei nicht genehmigungs- noch förderfähig

Wesentliches lässt sich bereits aus den rechtlichen Gegebenheiten ableiten. Ein Neubau der jetzigen Anlage sei weder genehmigungs- noch förderfähig, heißt es. Zuständig für das wasserrechtliche Genehmigungsverfahren ist der Kreis Herford. Und dieser sieht laut Ausschussunterlagen eine Herstellung der Durchgängigkeit und eine Minimierung des Rückstaus vor. Ferner werde verlangt, »das nicht naturnah ausgebaute Gewässer soweit wie möglich wieder in einen naturnahen Zustand zurückzuführen, wenn überwiegende Gründe des Wohls der Allgemeinheit dem nicht entgegenstehen«. In diesem Zusammenhang hatte der zuständige Amtsleiter beim Kreis Herford, Udo Busse, darauf hingewiesen, einen möglichen Verzicht auf eine Absenkung könne man nicht mit Einzelinteressen wie denen der Drachenbootsportler begründen.

In seiner jüngsten Sitzung hatte sich der Bauausschuss mit einem Antrag der Anwohner beschäftigt. Diese forderten ein weiteres Gutachten für den Hochwasserschutz. Doch die Mitglieder des Bauausschusses lehnten mehrheitlich ab. Ihrer Meinung nach erfüllen die bisherigen Umbauvarianten die Kriterien des Hochwasserschutzes.

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