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Trockenbauer und Elektriker sind im Einsatz

Villa Schönfeld: Besuch auf der Museums-Baustelle

Herford

Für das Städtische Museum wird derzeit das Obergeschoss der Villa Schönfeld denkmalgerecht saniert, so dass zukünftig die Herforder Stadtgeschichte auf zwei Etagen präsentiert werden kann.

Gekonnt platziert der Fahrer der Firma Nerlich die Palette mit den Trockenbauwänden zum Abladen vor einem Fenster im Obergeschoss der Museums-Villa.

Zunächst deuteten nur der Bauzaun vorm Museum und der Gerüstturm neben dem Eingang auf die Bauarbeiten hin. Inzwischen zeigen die Fahrzeuge der Handwerker vor dem Museum, dass hinter der Fassade mächtig gearbeitet wird.

Die Trockenbauwände lieferte eine Firma aus Bad Salzuflen Ende Oktober mit dem Kranwagen. Gekonnt dirigierte der Fahrer die Paletten vor das schmale Fenster im Obergeschoss der Villa, wo er sie dann um 90 Grad kippte.

So konnten die Mitarbeiter des Trockenbauers aus Petershagen die Platten bequem herunternehmen und im Haus vertragen. Sie werden damit die Wände für die WC-Anlagen, darunter eine barrierefreie, und den Kinoraum errichten. Da sie doppelwandig sind, können die Elektriker dort auch die eine oder andere Steckdose einbauen.

Die Mitarbeiter der Elektrofirma verlegen hunderte Meter Kabel, damit die Museumsbeleuchtung zukünftig die Exponate ins rechte Licht setzt und auf Medienstationen spannende Geschichten rund um die Ausstellungsstücke erzählt werden können. Alle Positionen für die Steckdosen und Medienanschlüsse haben sie vom Plan der Fachingenieure auf die Wand übertragen und begonnen, die senkrecht von der Decke kommenden Schlitze für die Kabel in die Wand zu fräsen.

Ringleitungen im Dachgeschoss der Villa. Sie werden zum Schluss von Kabeltunneln aus Metall umschlossen. Foto:

Die Masse der Kabel ist lose oberhalb der Decke als Ringleitungen verlegt. So kann die Anzahl der Wandschlitze geringgehalten werden. Die Räume im Dachgeschoss sind wegen der geringen Höhe nicht mehr wie früher museal zu nutzen und erfüllen so doch eine wichtige Aufgabe als Installationsebene.

Denkmalgerecht führt die Firma die Schlitze so schmal und flach wie möglich aus. Die originale Substanz wird so möglichst wenig beschädigt. Anschließend ziehen die Elektriker die Kabel durch die Decke vom Dach- ins Obergeschoss und versenken sie in den Schlitzen.

Wie die Heringe in der Dose liegen diese in den engen Spalten. Leerdosen, die die Elektriker vor dem Verputzen der Wand mit Deckeln verschließen, setzen sie auch noch ein.

Die Museums-Baustelle ist auch im Netz auf der Homepage des Museums zu besuchen.´ unter www.poeppelmannhaus.de.

Die Trockenbauer warten am Fenster im Obergeschoss auf den Kran mit den Trockenbauwänden. Foto:

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