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Kreditinstitut reagiert auf Vandalismus und Automatensprengungen

Volksbank schließt nachts 15 SB-Bereiche

Herford (WB/bex). Mit der nächtlichen Schließung der SB-Bereiche zahlreicher Geschäftsstellen im Kreis Herford und in Bad Oeynhausen reagiert die Volksbank Herford-Mindener Land auf die zunehmenden Fälle von Vandalismus und Angriffen auf Geldautomaten in NRW.

Geldautomaten sind oft Ziel von Kriminellen. Foto: dpa

„Konkret bedeutet dies, dass unsere Selbstbedienungs-Terminals, Kontoauszugsdrucker und Geldautomaten an den entsprechenden Standorten nachts zwischen 23 und 6 Uhr leider künftig nicht mehr zugänglich sind“, erklärt Nils Vogt, Bereichsleiter Privatkundenbank bei der Volksbank.

Die Hälfte der 30 SB-Bereiche im Kreis Herford und Bad Oeynhausen seien betroffen. „Es ist nicht auszuschließen, das weitere hinzukommen“, sagt Volksbank-Pressesprecher Andreas Kelch. Es gehe auch darum, Menschen zu schützen, die in einem Gebäude mit einer Filiale wohnten. Denn allein im ersten Halbjahr habe es nach Polizeiangaben in NRW 106 Automatensprengungen und 62 erfolglose Sprengversuche gegeben, bei denen zumeist erheblicher Sachschaden in den Banken und teils sogar an der angrenzenden Wohnbebauung entstanden sei. Die neuerdings nachts geschlossenen SB-Zonen würden durch Aushänge kenntlich gemacht.

Das Geldinstitut folge dem Beispiel anderer Banken und Sparkassen in der Region. Auf dem Gebiet der ehemaligen Volksbank Mindener Land, die bekanntlich mit der heimischen Volksbank fusioniert hat, blieben bereits seit einiger Zeit aus Sicherheitsgründen die SB-Bereiche ausgewählter Geschäftsstellen nachts geschlossen. „Wir bedauern diesen Schritt, der natürlich Einschränkungen für unsere Kunden an einigen Standorten mit sich bringt. Letztlich setzen wir damit aber Handlungsempfehlungen des Landeskriminalamtes um“, sagt Vogt.

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