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Grundschüler sorgen für stimmungsvolles Adventskonzert im Herforder Münster

Vorfreude auf das Licht der Welt

Herford (WB). Zu besinnlichen Orgelklängen ziehen die Kinder mit ihren Kerzen durch die dunkle Münsterkirche. Im Kerzenschein singen sie mit klaren Stimmen vom Morgenstern, der das „Dunkel unsrer Nacht“ vertreiben wird und von der Freude über das Nahen des Herrn.

Ruth Matthes

Äußerst stimmungsvoll ging es zu, beim Adventskonzert in der Münsterkirche. Die Chöre sangen unter anderem „Wir sagen euch an, den lieben Advent“ und „O Heiland, reiß die Himmel auf“. Die zahlreichen Zuhörer waren eingeladen mitzusingen. Foto:

Wer dem Vorweihnachtstrubel einmal entkommen und sich auf den Kern des bevorstehenden Festes besinnen wollte, war am Sonntag in der Münsterkirche genau richtig: Jungen und Mädchen der Grundschulen Altensenne, Falkstraße und Wilhelm-Oberhaus gaben mit dem Kinder- und dem Erwachsenen-Chor des Münsters sowie den Bläsern der Christuskirche ein Adventskonzert, das sowohl nachdenklich stimmte als auch von Vorfreude erfüllt war.

Münsterkantor Stefan Kagl ist voll des Lobes für die jungen Sänger

Diese frohe Erwartung strahlten vor allem die Kinder mit ihren kräftigen, vorwärts drängenden Stimmen aus. Sie stimmten sowohl das Adventslied schlechthin, „Wir sagen euch an, den lieben Advent“, an, als auch andere „Klassiker“ wie „Vom Himmel hoch“ und „O Heiland, reiß die Himmel auf“. Aber auch neuere Lieder wie den Kanon „Seht die gute Zeit ist nah“ und „Stern über Bethlehem“ hatten sie einstudiert. Die zahlreichen Zuhörer waren eingeladen mitzusingen.

Stefan Kagl, der die Gesamtleitung des Konzertes hatte, bedankte sich bei den Lehrkräften der Grundschulen, die ihre Sache in der Vorbereitung sehr gut gemacht hätten, wie er betonte. Der Münsterkantor war voll des Lobes für die jungen Sängerinnen und Sänger und lud sie ein, bei den Nachwuchschören der Münsterkirche mitzumachen.

Hirten bringen Schlehenlikör als Gabe mit

Doch auch die erfahrenen Sängerinnen und Sänger des Münsterchores, die Choräle von Bach beisteuerten, die versierten Christus-Bläser mit Horst Nölle an der Flöte und nicht zuletzt Organist Tim Gärtner, der die Lieder mit originellen Improvisationen einleitete, erhielten viel Beifall. Sie sorgten im Wechsel mit den Kindern für ein stimmiges Konzert.

Doch was wäre das Adventskonzert im Münster ohne das Krippenspiel? Mit guten Stimmen und viel Schauspieltalent sangen und spielten die Kinder Gerd-Peter Mündens Version der berühmten Geschichte.

Wie vor mehr als 2000 Jahren machten sich Maria und Josef auf die Suche nach einer Herberge, kündeten die Engel die Frohe Botschaft der Geburt Jesu und machten sich die Hirten auf die Suche nach dem Kind. Als Gaben brachten sie übrigens ein kleines Fell, einen steinernen Glücksbringer und Schlehenlikör. Den allerdings für den Vater.

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