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Pro-Herford-Geschäftsführer Frank Hölscher lehnt einen Umzug des Marktes ab

Wenn Weihnachten, dann in der City

Herford (WB). Rings um Herford herum purzeln die Termine der Weihnachtsmärkte nur so um. Lübbecke, Steinhagen, Bünde, am Donnerstag sagte auch Spenge den Weihnachtsmarkt an der St. Martins-Kirche ab. Frank Hölscher von der Pro Herford-Stadtmarketinggesellschaft ringt noch um eine Lösung.

Stephan Rechlin

Zu Jahresanfang hatten Schausteller noch gefordert, das Herforder Weihnachtslicht bis zum 6. Januar zu verlängern. Jetzt wären sie froh, wenn es überhaupt stattfinden kann. Viele von ihnen haben zu Weihnachten zum letzten Mal etwas eingenommen. Foto: Stephan Rechlin

Leser des HERFORDER KREISBLATTES schlagen vor, den Markt in den Aawiesen Park zu verlegen. Vielleicht sei es dort einfacher, Abstandsregeln, Registrierungen, Nachverfolgbarkeit und Hygieneauflagen umzusetzen. Die Idee stammt aus Nachbarkommunen. Minden und Paderborn suchen ebenfalls noch nach größeren Ausweichplätzen für ihre Weihnachtsmärkte; Bad Salzuflen wird ihn in den Kurpark verlegen.

Vom Land gibt es derzeit noch keine konkreten Vorgaben. Hölscher: „Unser Ziel ist es, dass wir das machbare, verantwortbare und genehmigungsfähige umsetzen wollen und werden. Der Weihnachtsmarkt erfüllt eine Funktion für die Innenstädte in der besonders handelsrelevanten Weihnachtszeit.“

Kernbereich ist Innenstadt

Wie genau das in diesem Jahr aussehe, auf welchen Plätzen was stattfinden werde und in welchem Umfang es möglich sei, werde noch geprüft. Gespräche dazu liefen, ebenso der Austausch mit den Beteiligten. Eine komplette Auslagerung in den Aawiesen Park aber lehnt Hölscher ab. Die Beschaffenheit (Untergrund), Größe, momentane Funktion der Fläche (Grünfläche, Naherholungsfläche), das Thema Lärmemission und die Infrastruktur (Strom) seien nur einige Punkte, die dagegen sprechen würden. Hölscher: „Kernbereich für den Herforder Weihnachtsmarkt sollte die Innenstadt sein und bleiben und dort müssen Lösungen gefunden werden.“

Der Aawiesen Park eigne sich sehr gut für Sommerbespielungen mit besonderem Flair, die in Größe, Aufbauten und Lautstärke reduziert seien: „Es ist eine sehr schöne und besondere Fläche, die für besondere Momente und besondere Programmpunkte vorgehalten werden sollte.“

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