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Brandschutzbedarfsplan liegt vor – Bürgermeister kündigt „interessante Diskussion“ an – neue Drehleiter

Wo hakt es bei der Feuerwehr?

Herford

Wie leistungsfähig ist die Herforder Feuerwehr? Oder anders gefragt: Wie sicher sind die Herforder? Obwohl der neue Brandschutzbedarfsplan inzwischen vorliegt, macht die Verwaltung daraus ein Geheimnis – trotz mehrfacher Nachfrage dieser Zeitung.

Moritz Winde

Feuerwehrmann André Heinrich erklärt Tim Kähler die Funktion der Drehleiter. Michael Stiegelmeier, Axel Freitag und Oliver Galling schauen zu. Foto: Moritz Winde

Er habe den Entwurf selbst erst einmal quer gelesen und auch die Politik wisse ja noch nicht bescheid, begründet Bürgermeister Tim Kähler seine Weigerung, die Kernthesen öffentlich zu machen. Allerdings scheint es, dass der Zustand der Feuerwehr verbesserungswürdig ist. „Im nächsten Jahr werden wir darüber eine interessante Diskussion führen“, kündigte Tim Kähler etwas kryptisch an. Was dies im Hinblick auf Personal und Ausstattung heißt, ließ er offen. CDU-Ratsherr Oliver Galling sagte, „wir werden gemeinsam Lösungen finden“. Die Analyse muss laut Gesetz alle fünf Jahre aktualisiert werden, in Herford hätte dies eigentlich bereits 2018 der Fall sein müssen. Weshalb das Gutachten eines externen Büros erst jetzt, mit zweijähriger Verspätung vorliegt, ist unklar.

Die Politiker schauten an Heiligmorgen an der Wache vorbei, um sich für die Arbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst zu bedanken. Kähler: „Nichts ist in diesem Jahr so gewesen wie es war und trotzdem funktioniert alles wie immer. Die Herforder können sich auf Sie verlassen.“ Neben der warmen Worte nutzte der 52-Jährige die Gelegenheit, um die neue Drehleiter zu übergeben.

Die 637.000 Euro teure Anschaffung wurde vorgezogen, weil der Teleskopmast wegen technischer Probleme immer wieder ausgefallen war. Bei kritischen Einsätzen wie dem Hochhausbrand am Lübbertor oder dem Großfeuer in der Möbelhalle an der Hombergstraße war das Fahrzeug defekt.

Dabei ist der Skylift aus dem Hause Bronto erst sieben Jahre alt. „Aber wir müssen uns natürlich auf unsere Technik verlassen können“, sagte Axel Freitag, stellvertretender Feuerwehrleiter. Mit der 300 PS starken und 16 Tonnen schweren Magirus-Drehleiter können Menschen in 32 Metern Höhe gerettet werden. Der Kauf dieses Fahrzeugs sei dringend notwendig. Was noch getan werden müsse, um die Feuerwehr zukunftsfähig zu machen, will die Stadt Anfang des Jahres bekannt geben.

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