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Antje (5) und Mareike (2) noch von der Gruppe getrennt

Zuwachs bei den Kattas im Herforder Tierpark

Herford (WB). Noch können Antje (5) und Mareike (2) ihre Mitbewohner nur durch ein Gitter beobachten. Doch in etwa fünf Wochen sollen sich die Kattas im Tierpark Herford an die beiden neuen Weibchen gewöhnt haben.

Jan Gruhn

Mit Bananen sind die beiden Katta-Weibchen leicht zu verführen: Noch können sich die Neuzugänge und die bestehende Gruppe nur durch ein Sicherheitsgitter beobachten und beschnuppern. In etwa fünf Wochen ist es damit vorbei. Foto: Jan Gruhn

Schon jetzt zeichnet sich laut Tierpark-Chef Thorsten Dodt allerdings ab, dass die dann aus acht Tieren bestehende Gruppe gut zusammenfindet: »Bislang hat es noch keinen Zoff gegeben.« Erst vor wenigen Tagen sind Antje und Mareike in Deutschland angekommen, ein Team des Tierparks hat das Duo aus dem Wildlands Adventure Zoo in Emmen in den Niederlanden abgeholt.

»Unser Weibchen ist mittlerweile 20 Jahre alt«, erklärt Dodt – und somit definitiv schon eine Seniorin. Damit die Gruppe sich in den kommenden Jahren fortpflanzen kann, wurde weiblicher Zuwachs nötig.

Azubis schreiben alles auf

Die Kennenlern-Zeit findet fernab neugieriger Besucherblicke statt: Die bestehende Gruppe und die Neuzugänge wohnen zurzeit in der neuen Quarantäne-Station. In zwei nebeneinander liegenden Gitterkäfigen können sich die Tiere beobachten und beschnuppern, ohne das Verletzungsgefahr bestünde.

Unter Aufsicht der Pfleger wird es später zu den ersten direkten Kontakten kommen. Gemeinsam erfassen Dodt und die Azubis aus dem zweiten Lehrjahr die Katta-Zusammenführung in jedem noch so kleinen Detail. »Für die Auszubildenden ist das ein tolles Projekt«, meint der Tierparkleiter.

Neue Weibchen, neues Revier

Sobald die Lemuren ihre Interimswohnung verlassen haben, wird dort jegliche Einrichtung entfernt und eine Grundreinigung durchgeführt. »Dann könnte hier zum Beispiel ein Uhu einziehen«, erklärt Dodt das Quarantäne-Konzept. »Das ist definitiv eine Anlage, um die uns viele Betriebe beneiden.«

Während die Gruppe sich aneinander gewöhnt, wird zudem das alte Katta-Gehege umgebaut. Sowohl innen als auch außen gibt’s frische Farben und neue Elemente. Das hilft laut Tierpark-Chef beim Aufbau des sozialen Gefüges. »Wenn die Kattas wieder ins Gehege ziehen, kann keines der Alttiere sagen: Warte mal, das ist doch unser Revier!«

Noch gibt’s holländische Pellets

Die beiden Niederländerinnen sind den Kontakt zu Menschen gewohnt. Als Dodt die Käfigtür aufmacht und das Duo mit süßen Bananenstücken lockt, lassen sich die Katta-Frauen nicht lange bitten. Besonders beeindruckend findet der Tierfachmann die Sprungkraft der Primaten: »Das ist schon Wahnsinn!«

Eigentlich fressen die bis zu 50 Zentimeter großen Lemuren alles, Früchte haben sie aber besonders gern. Zurzeit gibt’s allerdings noch die gewohnten holländischen Pellets für die Neuankömmlinge. Doch spätestens mit dem Umzug ins Gehege, so hofft Dodt, werden sie sich an die leckeren Herforder Pellets gewöhnt haben.

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