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Hiddenhausen: Zugführer muss eine Schnellbremsung einleiten

Arbeiter (21) wird bei Böschungsschnitt vom Zug verletzt

Hiddenhausen

Das sprichwörtliche Glück im Unglück hatte ein 21-jähriger Arbeiter, der am Donnerstag mit Vegetationsarbeiten nahe der Bahnstrecke in Hiddenhausen beauftragt war. Er kam einem durchfahrenden Zug zu nahe und wurde leicht verletzt. Die Bundespolizei ermittelt nun den Unfallhergang.

Leere Gleise. Foto: Boris Roessler

Nach bisherigem Kenntnisstand war der Mann gegen 10.20 Uhr mit Kollegen an einer Böschung neben der Bahnstrecke von Herford nach Löhne mit Böschungsarbeiten beschäftigt.

Als ein Zug der RB61 (Hengelo - Löhne) die Schienen befuhr, kam der Mann ins Straucheln und machte eine Rückwärtsbewegung in Richtung der Gleise. Der Zugführer erkannte die Gefahr und leitete eine Schnellbremsung ein.

Das Werkzeug des Arbeiters, ein Freischneider, kam mit dem noch fahrenden Zug in Berührung. „Der Arbeiter stürzte ins Gleisbett und zog sich leichte Kopfverletzungen zu“, heißt es in einer Mitteilung der Bundespolizei. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Der Freischneider des Arbeiters wurde bei dem Unfall komplett zerstört. Ein 34-jähriger Kollege, der Augenzeuge des Unfalls war, erlitt einen Schock. Er wurde ebenfalls in ein Krankenhaus eingeliefert. Noch unklar sei derzeit, warum sich der Mann so nah an den Gleisen aufgehalten hat.

Denn eigentlich habe er an der Straße Fischerpatt arbeiten sollen, die so weit von der Bahnstrecke entfernt ist, dass keine Sicherungsmaßnahmen an der Bahnstrecke erforderlich waren. Die Bahnstrecke war am Donnerstag von 10.24 Uhr bis 12.00 Uhr voll gesperrt, es kam zu entsprechenden Verspätungen im Bahnverkehr.

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