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Stephanus-Gemeinde lädt zum Wandergottesdienst am 17. September

Auf Tour mit Martin Luther

Hiddenhausen (WB). Eine besondere Wandertour mit anschließendem Gottesdienst auf dem Gut Bustedt hat das Team der Stephanus-Gemeinde für Sonntag, 17. September, organisiert. Als prominenter Gast wandert Martin Luther mit.

Thomas Klüter

Das Organisationsteam: Kai-Uwe Spanhofer (von links), Angelika Ruch, Michael Finzel, Anna Bartling, Martin Brings (als Luther), Renata Pense, Kathrin Baumann-Schulz, Andreas Kuntze und Hermann Dedert. Nicht auf dem Foto ist Christine Dedert. Foto: Thomas Klüter

Natürlich ist das nicht der echte Martin Luther, sondern Pastor Martin Brings in schwarzer Robe und mit schwarzer Kappe. »Im Jahr des Reformationsjubiläums fanden wir das eine gute Idee«, sagt Pastorin Renata Pense vom Organisationsteam. Die Verantwortlichen haben sich noch weitere Überraschungen für die Wanderung ausgedacht, die aber im Vorfeld noch nicht verraten werden sollen.

Los geht der Tag mit einer kurzen Andacht in der Kirche in Oetinghausen. Von da startet dann um 11 Uhr die Wanderung, die entlang der Kleinbahntrasse und des Brandbaches bis zum Gut Bustedt führt, das die Organisatoren für diesen Tag kurzerhand in »Wartburg« umgetauft haben.

In der »Wartburg«

Dort beginnt gegen 12.30 Uhr der Gottesdienst unter freiem Himmel im Innenhof der »Wartburg«. Musikalisch begleitet wird der von Bläsern aus der gesamten Stephanus-Gemeinde. »Wir sorgen für genügend Sitzgelegenheiten und Bänke, damit die Besucher sich nach eineinhalb Stunden Fußmarsch etwas ausruhen können«, sagt Pastor Kai-Uwe Spanhofer. Jedem Interessierten sei es dabei auch möglich, ohne die Wanderung direkt zum Gottesdienst zu kommen.

Im Anschluss wird es Getränke und einen Imbiss geben. »Passend zur Geschichte von Luther grillen wir original Thüringer Bratwurst«, sagt Presbyter Hermann Dedert. Außerdem gibt es »Lutherspiele« für Kinder, Jugendliche und alle Erwachsenen, die sich das noch zutrauen.

Der Wandergottesdienst der Stephanus-Gemeinde ist der dritte dieser Art. »Vor zwei Jahren haben wir das zum ersten Mal gemacht«, so Pense. Damals sei es vor allem darum gegangen, die Gemeinschaft in der Gemeinde zu stärken. 2010 hatte die Landeskirche die Gemeinden Eilshausen, Hiddenhausen, Lippinghausen, Oetinghausen, Schweicheln und Sundern zusammengelegt, da die Mitgliederzahlen zurückgegangen waren und so Kosten eingespart werden sollten. Die Besucher der verschiedenen Gotteshäuser sollten sich besser kennenlernen und durch eine Wanderung die sechs Kirchen symbolisch miteinander verbunden werden.

Dritte Auflage

»Im ersten Jahr sind wir von Lippinghausen nach Eilshausen gewandert und von dort weiter zur Kirche in Hiddenhausen«, erzählt Angelika Ruch vom Organisationsteam. »Im vergangenen Jahr ging es dann von Schweicheln über Sundern nach Oetinghausen.«

Damit waren alle Kirchen der Stephanus-Gemeinde symbolisch verbunden und die Aktion eigentlich abgeschlossen. »Den Teilnehmern hat das aber so viel Spaß gemacht, dass sie schon am Ende der zweiten Wanderung gefragt haben, wann und wohin es denn das nächste Mal geht«, sagt Pense.

Also tat sich das Organisationsteam noch einmal zusammen und organisierte die Wandertour von Oetinghausen zur »Wartburg«. Im Jahr des Reformationsjubiläums kam dann schnell die Idee, dass Luther ja mitwandern könnte.

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