1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Hiddenhausen
  6. >
  7. Buddeln für den Klimaschutz

  8. >

Untere Naturschutzbehörde pflanzt zehn Obstbäume auf den Bustedter Wiesen

Buddeln für den Klimaschutz

Hiddenhausen (WB). Die große Baumpflanz-Aktion der Unteren Naturschutzbehörde geht weiter: Zehn kleine Obstbäume haben im Naturschutzgebiet Bustedter Wiesen eine neue Heimat gefunden.

Geschafft: Andreas Volk (von rechts) vom Gartenbauhof Bünde-Dünne hat mit Liam Mason und Julias Freitag einen von zehn Apfelbäumen im Naturschutzgebiet Bustedter Wiesen gepflanzt. Foto:

Acht Bäume wurden im nördlichen Teil des Gebiets eingesetzt, zwei weitere Bäume – ein roter Eisenapfel und ein Stina Lohmann – zur Verjüngung und zum Erhalt in die bereits bestehende alte Obstwiese integriert. Hier stehen einige Bäume, die bereits mehr als 20 Jahre alt sind. Innerhalb von ein bis zwei Jahren sollen die neu gepflanzten Bäume zum ersten Mal Obst tragen.

Die Aktion ist Teil eines größeren Projekts. Bereits im Oktober hatte sich der Kreis Herford an der Initiative „Einheitsbuddeln“ des Landes Schleswig-Holstein beteiligt. Ambitioniertes Ziel dieser Initiative war es, dass jeder Bundesbürger zum Tag der deutschen Einheit einen Baum pflanzt – als sichtbares Zeichen für den Klimaschutz und die Artenvielfalt. Um die Aktion tatkräftig zu unterstützen, gab die Untere Naturschutzbehörde seinerzeit das Ziel aus, im Kreisgebiet 146 Bäume pflanzen zu wollen. Bislang wurden kreisweit bereits mehr als 80 Bäume gepflanzt. Jetzt sind weitere zehn hinzu gekommen.

Kreis Herford gehört zu den waldarmen Regionen

Die Obstwiesen im Naturschutzgebiet Bustedter Wiesen stammen aus Zeiten, in denen sie noch intensiv bewirtschaftet wurden. Heute bieten sie als wichtiges Biotop Lebensraum für Vögel, Insekten, Spinnen und Säugetiere. „Solche Obstwiesen sind wichtig“, sagte Landrat Jürgen Müller bereits im Oktober beim Auftakt des „Einheitsbuddelns“ in Vlotho. Sie führten einem vor Augen, wie wichtig es sei, sich wieder stärker auf Lebensmittel zu besinnen, die vor Ort angebaut werden können.

Neben Bustedt in Hiddenhausen werden auch in den Gemeinden Rödinghausen, Kirchlengern sowie in Bünde, Herford und Vlotho auf kreiseigenen Flächen verschiedene Baumarten angepflanzt. Bäume gelten als besonders wirksame Maßnahme gegen den Klimawandel, da sie in der Lage sind, das von Menschen produzierte CO2 aus der Luft aufzunehmen und es in lebensnotwendigen Sauerstoff umzuwandeln.

Der Trend ist jedoch eher gegenläufig – viele Wälder werden immer weiter abgeholzt. Dürren, Schädlinge und Klimawandel bedrohen die Bäume zusätzlich. Der Kreis Herford ist ohnehin eine Region, die als sehr waldarm gilt.

Startseite