1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Hiddenhausen
  6. >
  7. „Die gute Form“: Platz 1 ist in Hiddenhauser Tischlerei gefertigt

  8. >

Carlo Blickwede aus Herford überzeugt Jury des Wettbewerbs mit Barschrank

„Die gute Form“: Platz 1 ist in Hiddenhauser Tischlerei gefertigt

Hiddenhausen

Das Siegerstück des Wettbewerbs „Die gute Form“ für angehende Tischlerinnen und Tischler der Innung Herford kommt in diesem Jahr aus Hiddenhausen. Carlo Blickwede von der Tischlerei Matthias Hempelmann überzeugte die Jury mit seinem Barschrank. Platz 2 und 3 kommen aus Spenge und Herford.

Carlo Blickwede (2. von links) von der Tischlerei Hempelmann gewann mit seinem Barschrank in Räuchereiche den ersten Platz beim Wettbewerb „Die gute Form“ der Tischler-Innung Herford. Jonas Lasse Blome (rechts) und Justin Enns (links) wurden von Obermeister Heiko Bahls in der Lehrwerkstatt in Bünde für die Plätze zwei und drei geehrt. Foto: Udo Knake

Der Wettbewerb fand am Wilhelm-Normann-Berufskolleg statt. Bewertet wurden Gesellenstücke, die von den Teilnehmern selbst entworfen und dann im Ausbildungsbetrieb gebaut worden waren.

Der Barschrank wurde von der Jury in der Laudatio als „Möbel mit zwei Gesichtern“ gelobt. Denn auf den ersten Blick scheine es nur „ein strukturierter schwebender Klotz“ zu sein. „Öffnet man das Möbel aber, so zeigt sich sein zweites Gesicht. Durch die Verbindung von Seitenwand mit Vordertür wird der komplette Innenraum sicht- und erfahrbar“, so die Jury.

Carlo Blickwede wurde von seinem Erfolg völlig überrascht: „Niemals hätte ich mit dem ersten Platz gerechnet“, sagt der 25-jährige Herforder nach der Verkündung durch Heiko Bahls und Udo Knake vom Obermeister-Team der Tischler-Innung Herford. Inspiriert wurde der frischgebackene Tischler bei seinem Gesellenstück sehr früh von einem Hängemöbel seines Arbeitskollegen: „Das sieht einfach super aus und macht jeden Raum schöner“, erklärt Carlo Blickwede.

Sein Barschrank in Räuchereiche hat bis auf weiteres einen Ehrenplatz im Haus seiner Eltern gefunden, denn der junge Tischler plant erst einmal eine mehrjährige Reise: USA, Kanada sind fest auf der Route vorgesehen und „vielleicht noch Südamerika, wenn ich ohnehin schon drüben bin“.

Platz 2 überzeugt mit geometrischer Gestaltung

Den zweiten Platz sicherte sich Jonas Lasse Blome aus Spenge, mit einem Sideboard aus westfälischer Fachwerk-Eiche. Er absolvierte seine Lehre bei der Evangelischen Jugendhilfe Schweicheln und als Praktikum in der überbetrieblichen Lehrwerkstatt in Bünde.

Zu seinem Gesellenstück sagte die Jury: „Die Formensprache ergibt sich aus eckiger und kantiger geometrischer Gestaltung, gepaart mit waagerechter Linienführung. Der Modernitätsbezug zeigt sich durch den Nachhaltigkeitsgedanken und den regionalen Bezug bei der Wahl des Materials.“

Der dritte Preis ging an Justin Enns aus Herford. Auch für den Flurschrank aus Eiche, der im Ausbildungsbetrieb Schäffer (Inhaber Veit Krömker) in Enger gebaut wurde, hatten Uta Sebach, Helena Tsiobanidis und Edyta Jedamski lobende Worte parat: „Die Kommode mit feinen Details, die eindeutige und klare Funktion, sowie die Kombination – all das macht aus dem auf den ersten Blick unscheinbaren Möbelstück etwas ganz Besonderes.“

Startseite
ANZEIGE