1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Hiddenhausen
  6. >
  7. Doppelt so viele Gottesdienste

  8. >

Schweichelner Freikirche und Ordnungsamt vereinbaren Konzept für Weihnachten, um Besucherzahl zu reduzieren

Doppelt so viele Gottesdienste

Hiddenhausen (WB)

Mit Blick auf Weihnachten war es in den vergangenen Tagen eine der zentralen Fragen: Wird es Präsenzgottesdienste geben und wenn ja, in welcher Form? Die Behörden hatten dabei den Fokus auch auf freikirchliche Gemeinden gerichtet, war es andernorts in OWL doch dort und in deren Umfeld zu massiven Corona-Ausbrüchen gekommen. Anwohner der Gemeinde Gottes in Schweicheln hatten sich angesichts eines vollen Parkplatzes am vergangenen Sonntag besorgt gezeigt und das Ordnungsamt eingeschaltet.

Bernd Bexte

Ein Anwohner hatte die Parksituation vor der Kirche der Gemeinde Gottes in Schweicheln am Sonntagmorgen fotografiert.

„Hier gibt es einen starken Besucheransturm, als wenn nichts gewesen wäre“, zeigte sich ein Schweichelner Bürger besorgt. „Es liegt uns ein schlüssiges Hygienekonzept vor“, hatte Ordnungsamtsleiter Jörg Luttmann am Montag gesagt, gleichzeitig aber ein Gespräch mit der Gemeinde angekündigt. Am Dienstag hat er sich mit zwei Vorstandsmitgliedern der Freikirche zusammengesetzt.

Das Ergebnis: „Die geplanten Gottesdienste zu Weihnachten werden geteilt, es wird also doppelt so viele Termine mit jeweils nur halb so vielen Besuchern geben“, erklärt Luttmann. Er betont, dass dies eine freiwillige Vereinbarung mit der Gemeinde sei. „Denn untersagen können wir Gottesdienste nicht, dazu gibt es keine rechtliche Handhabe.“ Auch die Gottesdienst-Absagen der evangelischen und katholischen Gemeinden seien eine auf Freiwilligkeit basierende Regelung.

Die mit der Gemeinde Gottes getroffene Vereinbarung gelte für die gesamten Feiertage. Bei den Gottesdiensten sei ein Mindestabstand einzuhalten, für Besucher ein Mund-Nasen-Schutz verpflichtend, Gesang nur Vorsängern im Altarraum erlaubt. Größere Familien aus einem Haushalt – bei der Freikirche häufig der Fall – müssen beim Gottesdienstbesuch den Mindestabstand untereinander nicht einhalten.

Angaben zur maximalen Besucherzahl bei den Gottesdiensten der Freikirche machte Luttmann nicht. Nach Informationen dieser Zeitung finden regulär 150 Gläubige in der Kirche am Eickhof Platz, an den Feiertagen könnten es dann also maximal 75 sein.

Die Gemeinde Gottes teilte mit: „Wir sind im engen Kontakt mit dem Ordnungsamt und werden unsere Gottesdienste nach deren Vorgaben gestalten.“

Startseite
ANZEIGE