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Zuvor waren 31 Bewohner und sechs Mitarbeiter in Hiddenhausen infiziert – vier hochbetagte Senioren verstorben

Eilshauser Seniorenresidenz meldet: wieder corona-frei

Hiddenhausen (WB)

Gute Nachrichten aus der Seniorenresidenz Hiddenhausen. Das Haus ist nach eigenen Angaben wieder frei von Corona. Erst zum Jahreswechsel waren 31 der 62 Bewohner und sechs Mitarbeiter positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden.

Karin Koteras-Pietsch

In der Seniorenresidenz an der Meierstraße in Eilshausen herrscht nach den Corona-Infektionen wieder Zuversicht. Foto: Karin Koteras-Pietsch

Alle Bewohner sind laut Auskunft von Bernhard Rössler, Sprecher der Residenz-Gruppe Seniorenresidenzen, bereits geimpft. Ebenso wie ein Teil der Mitarbeiter. Bei letzteren konnte Rössler jedoch keine exakte Zahl nennen. Er sagte, er gehe aber davon aus, dass sich in der Seniorenresidenz in Eilshausen ähnlich wie in anderen Häusern um die 65 Prozent der Mitarbeiter haben impfen lassen.

Mitte Dezember hatte Einrichtungsleiterin Eva-Maria Klocke-Abel die Nachricht erhalten, dass ein Bewohner im Krankenhaus positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden war. Bernhard Rössler: „Der für die Seniorenresidenz vorbereitete Maßnahmenplan griff umgehend. In Absprache mit dem Gesundheitsamt wurden alle Bewohner und Mitarbeiter mit PCR-Tests getestet. Mitarbeiter mit positivem Testergebnis mussten zuhause in Quarantäne bleiben, positiv getestete Bewohner auf ihren Zimmern.“ Fast alle hätten einen leichten Verlauf der Infektion gehabt.

Und Eva-Maria Klocke-Abel ergänzt: „Wir haben sichergestellt, dass die betroffenen Bewohner nur von Mitarbeitern in besonderer Schutzausrüstung gepflegt wurden. Diese Mitarbeiter kamen mit anderen Bewohnern nicht in Kontakt. Wir haben natürlich gleich die Angehörigen informiert und das Gesundheitsamt hat ein Besuchsverbot verhängt.“ Die negativ getesteten Bewohner durften sich weiter frei im Haus bewegen.

31 Bewohner wurden positiv getestet. Bei den Mitarbeitern waren es sechs. Besonders tragisch ist, dass drei Bewohner der Seniorenresidenz die Corona-Infektion nicht überlebt haben. Ein weiterer Bewohner verstarb, als er nach anfangs positivem Test die Krankheit scheinbar überstanden hatte und schon wieder negativ getestet worden war. Ober er an Corona verstorben sei, sei nicht klar, sagt Rössler. Alle Verstorbenen seien hoch betagt, um die 90 Jahre, gewesen.

Klocke-Abel: „Uns alle hat das sehr traurig gemacht, dass den Menschen, die wir noch kurz zuvor jeden Tag gesehen haben, nicht mehr geholfen werden konnte.“

Seit Mitte Januar sei das Haus nun coronafrei, nach den Impfungen herrsche Zuversicht. Hygieneregeln würden nach wie vor streng beachtet. Geändert habe sich bislang lediglich, dass die Bewohner sich im Haus ohne Maske bewegen dürften. Wenn sie jedoch von Angehörigen abgeholt würden, müssten alle eine Maske tragen. An jedem dritten Kalendertag würden die Mitarbeiter getestet, die Bewohner ein- bis zweimal wöchentlich. Jeder Besucher müsse sich 48 Stunden vorher anmelden und einen negativen PCR-Test, nicht älter als 48 Stunden, vorlegen.

Aktuell sind in der Seniorenresidenz übrigens zehn Plätze frei. Bernhard Rössler: „Die Menschen sind noch ängstlich und mit Anfragen sehr zurückhaltend.“

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