1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Hiddenhausen
  6. >
  7. Ein Paradies für Gartenfreunde

  8. >

Frühlingsfest mit Staudenmarkt auf Gut Hiddenhausen wird sehr gut angenommen

Ein Paradies für Gartenfreunde

Hiddenhausen

Hosta, Farne, Tomaten, Paprika, Bärlauch, dazu jede Menge Kulinarisches und Kunsthandwerk – beim Frühlingsfest mit Staudenmarkt auf Gut Hiddenhausen am vergangenen Samstag gab es allerhand zu sehen. Bereits eine Stunde nach Beginn der Veranstaltung war ein Großteil der angebotenen Pflanzen verkauft oder wechselte per Tauschgeschäft den Besitzer.

Von Sonja Töbing

Lisa von Bargen aus Löhne ist ein „alter Hase“, wenn es um Staudenmärkte geht. Ihre farbenfrohe Gießkanne mit ihrem Namen darauf ist ein wunderschöner Blickfang. Foto: Sonja Töbing

„Das ist bei jedem Staudenmarkt so. Wer etwas Besonderes sucht, kommt gleich zu Beginn“, verriet die Löhnerin Lisa von Bargen, ein „alter Hase“, wenn es um diese Art von Märkten geht. Mit ihrer bunten Gießkanne sorgte sie für Aufsehen auf dem Gelände, auf dem sich am Wochenende mehr als 20 Anbieter tummelten.

Direkt nebenan hatte Marlies Harre, ebenfalls aus Löhne, ihre Zelte aufgeschlagen. Sie hatte nicht nur echte Pflanzen dabei, sondern auch glasierte Tonblumen in zauberhaften Farben. „Während der Corona-Zeit bin ich kreativ geworden“, sagte die Rentnerin. Ihr Bekannter Eric van Otterdijk zeigte sich von den kleinen Kunstwerken begeistert: „Sind die nicht traumhaft schön?“

Präsentierten Schmiedekunst vom Feinsten: Kai Wagner (von rechts), Martina Hunold, Kirsten Brauns und Det Gohr. Foto: Sonja Töbing

Aus Halle in Westfalen war Marlies Strieder angereist. Mit ihren selbstgemachten Foto-Postkarten lockte sie so manchen Besucher an ihren Stand. „Das ist ein Versuch“, erklärte sie. Natürlich hatte sie auch Stauden mit dabei, schließlich sind alle Aussteller Mitglieder der Gesellschaft der Staudenfreunde.

"Alle wollen wieder unter Leute, das merkt man."

Im Café Alte Werkstatt jonglierte Anna von Consbruch währenddessen mit Tellern, Tassen, Gläsern und Kuchenstücken. Denn die Frühlingsfest-Besucher hatten ordentlich Hunger und Durst mitgebracht. „Ich bin sehr zufrieden mit der Resonanz und sehr glücklich darüber, dass das Fest stattfinden kann. Das Publikum ist einfach wahnsinnig nett“, betonte die Organisatorin.

Ein Stückchen weiter begrüßten Renate und Thomas Tegtmeyer Pflanzenfreunde aus dem gesamten Kreis Herford und darüber hinaus. Das Ehepaar hatte unter anderem Berg- und Bärlauch dabei. „Alle wollen wieder unter Leute, das merkt man. Wir schauen auch gerne an den anderen Ständen hier vorbei, denn wir suchen für unseren Garten immer wieder etwas Neues“, erzählte Renate Tegtmeyer.

Sogar der Kreisheimatverein ließ sich die Chance nicht entgehen, sich auf Gut Hiddenhausen vorzustellen. Monika Guist und Ute Hartwig hatten Rezeptideen mit historischem Hintergrund mitgebracht: So gab es Apfelbrot und rosinenfreien Stuten, Soleier, Marmeladen und einen herbstlichen Rumtopf. „Wir befinden uns schon in der heißen Vorbereitungsphase für das Kreisgeschichtsfest in Stift Quernheim im nächsten Jahr“, so Guist. Man wolle dort vorstellen, wie einst die edlen Stiftsdamen getafelt haben.

Iris Rottmann (links) und Barbara Flachmeier von der Uganda-Hilfe haben schöne Ketten aus Papier, Tücher, Taschen und vieles mehr mitgebracht. Foto: Sonja Töbing

Am Stand der Uganda-Hilfe konnten die Besucher farbenprächtige Tücher und Papierketten, selbstgestrickte Socken, handgenähte Taschen und vieles mehr kaufen. Mit dem Erlös werden Projekte in dem afrikanischen Staat gefördert, damit die Menschen dort eine Chance auf ein besseres Leben bekommen. „Im Juli werden wir wieder nach Afrika reisen und uns vor Ort ein Bild von den Lebensumständen machen“, sagte Iris Rottmann, die am Samstag Unterstützung von Barbara Flachmeier bekam.

Im Holzhandwerksmuseum gibt es viel auszuprobieren

Den richtigen Umgang mit Hammer, Amboss, Feuer und Metall brachten vier Mitglieder der noch jungen Schmiedegruppe den Besuchern bei. Initiatorin Kirsten Brauns möchte die Kunstschmiedearbeit in der Kulturwerkstatt Hiddenhausen etablieren. Besucher konnten an dem Stand Garten-Dekoration, Messer, Haken oder Schürhaken käuflich erwerben. Und wer selbst den Hammer schwingen wollte, war willkommen. Neben der Kulturwerkstatt hatte auch das Holzhandwerksmuseum geöffnet, hier gab es wieder viel auszuprobieren und zu erleben.

Am Sonntag öffnete Anna von Consbruch ihren Park für Besucher im Rahmen der Aktion Offenes Gartentor. „Volles Programm, aber ich bin sehr dankbar dafür, dass beide Veranstaltungen stattfinden können“, so die Organisatorin.

Startseite
ANZEIGE