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Gemeinde schafft mit neuer Grabanlage eine Alternative zu vorhandenen Stelen

Kreisrund statt aufgereiht

Hiddenhausen (WB). Abwechslung soll es auch auf dem Friedhof geben. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf entstand die Idee, auf dem Eilshauser Friedhof eine neue Gemeinschaftsgrabanlage zu schaffen. In dieser Woche wurde sie fertig gestellt.

Karin Koteras-Pietsch

Margitta Geisthardt vom Friedhofsamt, Umweltamtsleiter Volker Braun, Steinmetz Jan Billerbeck und Friedhofsgärtner Matthias Kölling stellten am Donnerstag die neue Grabstelle auf dem Eilshauser Friedhof vor. Foto: Koteras-Pietsch

Sieben Grabanlagen für Urnen-Beisetzungen mit jeweils drei Stelen in einer Reihe gibt es auf dem Friedhof an der Bünder Straße bereits. Jede von ihnen ist eine 12er-Anlage. Nach Informationen von Umweltamtsleiter Volker Braun sind fast 70 Urnen hier schon beigesetzt.

Nun wollte man Alternativen bieten, die schließlich mit der neuen, kreisrunden Anlage geschaffen wurden. Die Fläche hat einen Durchmesser von 3,20 Metern und wird von einem 35 Zentimeter hohen Stahlband eingefasst. In der Mitte der erhöhten Grabstelle befindet sich eine unbearbeitete Felsen-Stele aus Palisandro. Um diese Stele sind kreisförmig 12 Grabplatten angeordnet. Diese sind aus Grauwacke, einem Naturstein, der in Lindlar im Bergischen Land abgebaut wird. »Wir legen Wert darauf, dass solche Steine aus der Nähe kommen und bei der Fertigung keine Kinderarbeit im Spiel ist«, betonte Volker Braun am Donnerstag bei der Vorstellung der neuen Anlage.

Bepflanzung je nach Saison

Den äußeren Rand des Stelenkreises bildet ein Pflanzstreifen, den Friedhofsgärtner Matthias Kölling gestaltet hat. »Ich habe unterschiedliche niedrigwachsende Pflanzen gewählt. Es gibt ein Pflanzfeld vor jeder Grabplatte. Der äußere Rand ist mit Sukkulenten und Sedum-Arten gestaltet, in die Mitte der Felder werden je nach Saison entsprechende Pflanzen gesetzt«, erläutert der Fachmann. Entworfen wurde die Grabstelle, in der 24 Urnen Platz haben, von Steinmetz Jan Billerbeck, der sich die besondere Gestaltung des Grabfeldes auch gleich beim Deutschen Patent- und Markenamt hat patentieren lassen.

15.000 Euro investiert

Vor 14 Tagen haben Billerbeck und Kölling mit den Arbeiten an dem neuen Feld begonnen, in dieser Woche wurden diese mit der Verlegung von Rollrasen rund um die Grabstelle beendet. Insgesamt 15.000 Euro hat die Gemeinde hier investiert. »Diese Bestattungsform ist für die Angehörigen vollkommen pflegefrei«, betonte Volker Braun. »Sämtliche Pflegearbeiten werden von einem Friedhofsgärtner, der von der Gemeinde beauftragt wird, erledigt. Die Kosten hierfür sind in der Nutzungsgebühr des Grabes für insgesamt 30 Jahre enthalten.«

Anhand einer Musterplatte können Interessierte sehen, wie die Gravur gestaltet wird. Die neuen Grabstellen können ab sofort erworben werden.

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