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RSV Hiddenhausen hat nun „Moderne Sportstätte“

Neues Dach, neues Reiterglück

Hiddenhausen (WB). Vorbei sind die Zeiten, in denen es bei schlechtem Wetter ständig in die Reithalle regnete und die Reiter Angst haben mussten, dass sich alte Platten lösen. Der Reitsportverein (RSV) Hiddenhausen kann sich über ein neues Hallendach freuen.

Moritz Winde

„Das machst du prima!“ Reitlehrerin Verena Niedermöller übt mit Alice (9) und Schulpony „Cloud“. Foto: Moritz Winde

Das alte stammte aus den 70er Jahren und war derart marode, dass die 1. Vorsitzende Ina von König-Bunk in letzter Zeit zunehmend besorgt war. „Ab und an – vor allem bei Regen und Sturm – mussten wir einen Teil der Halle mit Flatterband absperren.“ Es bildeten sich auf dem Hallenboden öfter Pfützen, die für die Pferde und letztlich auch für die Reiter zur Gefahr hätten werden können.

So sah das alte Dach aus: Es war derart brüchig, dass sich zum Teil Platten gelöst hatten. Foto:

Der Verein mit Sitz am Reiterweg, einem Abzweig der Lippinghauser Straße, zählt etwa 300 Mitglieder. Mehr als die Hälfte sind Kinder. „Wir haben zwölf Schulpferde, auf denen Mädchen und Jungen ab fünf Jahren mit Spaß und Spiel reiten lernen können. Wir sehen uns als Ausbildungsverein, leisten Basis-Arbeit. Mit Verena Niedermöller ist eine Reitlehrerin fest angestellt.“

Blöd nur, wenn das Reithallendach undicht ist: Schließlich können Faktoren bei den Reitern wie helle freundliche Trainingsmöglichkeiten bei der Wahl des Vereins mit ausschlaggebend sein. Das weiß auch Ina von König-Bunk. Daher habe sie sich verstärkt für den Neubau eingesetzt – letztlich mit Erfolg.

Ihr ist es maßgeblich zu verdanken, dass der Verein auch für die Zukunft gut aufgestellt ist. Die Vorsitzende hat sich beim Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ des Landes Nordrhein-Westfalen beworben – und einen positiven Bescheid erhalten. Nur durch die Zusage aus Düsseldorf sei es überhaupt möglich gewesen, das Projekt finanziell zu stemmen.

Ina von König-Bunk ist Vorsitzende des RSV Hiddenhausen. Foto: Moritz Winde

Konkret heißt das, ein dicker Batzen des knapp 200.000 Euro teuren Daches wird vom Land bezahlt. Auch der Kreissportbund Herford leistet mit 35.000 Euro einen stattlichen Beitrag. Und natürlich muss der RSV selbst auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das marode, brüchige und dunkle Dach aus Asbest ist einem freundlichen, hellen Hallendach aus Sandwichplatten mit einen breiten Lichtfirst gewichen.

Neben dem finanziellen Aufwand haben die RSV-Mitglieder zudem jede Menge Eigenarbeit und Herzblut investiert. Noch steht zwar das Gerüst: Aber in ein paar Wochen, voraussichtlich Anfang nächsten Monats, sollen die letzten Feinheiten erledigt sein. Das neue Dach soll natürlich feierlich eingeweiht werden – und zwar am 14./15. November mit einem Reitertag.

Noch steht das Gerüst, aber Anfang nächsten Monats sollen auch die letzten Arbeiten erledigt sein. Foto: Moritz Winde
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