Bündnis90/Die Grünen stellt Anfrage im Integrationsrat

Nur wenige Reichsbürger leben in Hiddenhausen

Hiddenhausen (WB)

Sogenannte Reichsbürger und „Selbstverwalter“ gibt es auch in Hiddenhausen – allerdings machen sie nur 0,05 Prozent der Gesamtbevölkerung in den sechs Ortsteilen aus. Dieses Ergebnis teilte Jörg Luttmann, Leiter des Amtes für Wohnen und Soziales, jetzt im Integrationsrat mit.

Sonja Töbing 

„Reichsbürger“ stellen sich mitunter auch selbst gefertigte „Reisepässe“ aus. Foto: dpa

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatten eine entsprechende Anfrage vorbereitet. „Wir haben einige Fälle, bei denen wir vermuten, dass es sich um Reichsbürger handeln könnte. Allerdings dürfen wir mehr dazu nicht öffentlich machen, alle Informationen diesbezüglich werden an den Staatsschutz weitergeleitet“, so Luttmann.

Bislang sei die besagte Personengruppe in Hiddenhausen nicht groß in Erscheinung getreten, abgesehen von einigen wenigen Ordnungswidrigkeiten. „Und da verfahren wir genauso wie mit allen Fällen.“ Bislang seien noch keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde von Reichsbürgern bedroht oder unter Druck gesetzt worden. „Es gibt entsprechende Handlungsrichtlinien, wie man sich in solchen Fällen verhalten soll“, betonte Luttmann.

Die Mitglieder des Integrationsrates sprachen sich dafür aus, zur nächsten Sitzung einen Mitarbeiter des Projektes NRWeltoffen einzuladen, um mehr Hintergründe über die Reichsbürger-Szene zu erfahren, die nach Ansicht der Grünen während der Corona-Pandemie mehr Aufschwung erfahren habe.

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