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Bundesgerichtshof hebt Urteile des Landgerichts Bielefeld auf – Angeklagte Brüder bleiben vorerst in U-Haft

Prozess um Bluttat beginnt von vorne

Hiddenhausen

Der Prozess um die Bluttat von Eilshausen muss komplett neu aufgerollt werden. Der Bundesgerichtshof hat der Revision der Verteidigung stattgegeben.

Von Bernd Bexte

Der Deutsch-Libanese Raschad A. (30) war am 30. Mai 2019 auf offener Straße erstochen worden. Foto: Kathrin Weege

„Die Begründung ist juristisch äußerst komplex, im Wesentlichen haben sich die Karlsruher Richter aber unserer Argumentation aus den Plädoyers angeschlossen“, erläutert der Bad Oeynhausener Anwalt Tobias Diedrich, der einen der Angeklagten vertreten hat. Letztlich sei nicht der Nachweis erbracht worden, wer am späten Abend des 30. Mai 2019 auf der Bünder Straße die tödlichen Stiche gegen Raschad A. (30) abgegeben haben soll. Auch die Nebenkläger, die Familie des Opfers, hatte Revision eingelegt. Der BGH habe diese aber verworfen, sagt Diedrich. Die Nebenklage hatte eine Verurteilung wegen Mordes gefordert. „Das Urteil wurde jedoch vollumfänglich zu Gunsten unserer Mandanten aufgehoben“, zeigt sich Diedrich zufrieden.

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