1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Hiddenhausen
  6. >
  7. „Schneeverwehungen bereiteten Probleme“

  8. >

Bauhof Hiddenhausen zieht nach einer Woche Winterdienst Bilanz – Salzlager noch gut gefüllt – Schnee wird zum Sportplatz gebracht

„Schneeverwehungen bereiteten Probleme“

Hiddenhausen (WB)

Während sich die meisten Menschen in der Großgemeinde um 3.30 Uhr in der Früh im Bett noch einmal umgedreht und die Decke noch etwas höher gezogen haben, hat für die Mitarbeiter des Bauhofs in der vergangenen Woche der Dienst um diese Zeit begonnen.

Daniela Dembert

Noch gut gefüllt: Baubetriebshofleiter Holger Kenneweg steht vor einem der Salzlager auf dem Bauhof. Foto: Daniela Dembert

Hinter ihnen liegt eine anstrengende wie ungewohnte Arbeitswoche, denn der schneereiche Wintereinbruch hat dem 14-köpfigen Team, das zusätzlich von vier Mitarbeitern der Abwasserwerke, dem Hausmeister des Rathauses und drei externen Firmen unterstützt wurde, tüchtig in Atem gehalten.

„Als es am Sonntagmorgen losging, sind wir dem Schnee wegen der Verwehungen nicht Herr geworden. Es war frustrierend: direkt nach dem Räumen waren die Strecken wieder zugeschneit“, blickt Holger Kenneweg, Leiter des Baubetriebshofs zurück.

Ab der Nacht von Samstag, 6. auf Sonntag, 7. Februar, waren alle Mitarbeiter in Rufbereitschaft. Das Salzlager randvoll, die Einsatzfahrzeuge mit Schneeschilden bestückt und mit Streugut beladen, war man technisch so gut gerüstet, wie es eben ging.

Drei Lkw und drei Kleintraktoren zum Schieben und Streuen, sechs Pritschenwagen und ein Traktor stehen dem Team für den Wintereinsatz zur Verfügung. Trotzdem ist dieser Wintereinbruch kein gewöhnlicher.

Bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad half auch kein Streusalz. Der Schnee wollte nicht tauen, sondern musste geräumt werden. In diesem Jahr hat die Gemeinde auch die Anliegerstraßen bearbeitet. „Das tun wir sonst nicht, aber die Anwohner konnten das allein nicht schaffen“, sagt Kenneweg. „Wir wollten sicherstellen, dass Menschen, die Hilfe brauchen, auch erreicht werden können.“

Damit die Straßen für den Rettungsdienst frei sind, wurde ein Streuwagen nach Schichtende am Montag bei der Einsatzleitstelle in Eilshausen abgestellt.

Zudem galt es, Zuwegungen und Parkplätze öffentlicher Gebäude und der 13 Übergangswohnheime frei zu halten.

Trotz knapp 100 Tonnen verbrauchten Streusalzes ist eine Knappheit nicht zu erwarten. Im Mai würden die Lager aufgefüllt, so Kenneweg, und da der Winter bisher sehr mild verlaufen sei, gebe es noch reichlich Vorrat.

Viele Male hat in den vergangenen acht Tagen das Telefon auf dem Bauhof geklingelt, weil Anwohner das Problem mit den Schneemassen vor der eigenen Haustür schildern wollten.

Besser sei es, im Rathaus anzurufen, informiert Kenneweg. Dort seien Mitarbeiter mit dem Entgegennehmen dieser Anrufe betraut. Auf dem Bauhof sei derzeit nur schwer jemand erreichbar.

Schwierigste Frage nach Ende des Schneefalls: Wohin mit den Schneemassen? Besonders auf Gehwegen wurde es zwischen den Räumungswällen eng, aber auch an Bushaltestellen. Seit Freitag rollte der ÖPNV wieder. Der Bauhofleiter berichtet: „Um dem wiederaufgenommenen Linienverkehr das Anfahren der Haltestellen zu ermöglichen, haben wir die Firma Schmellick mit der Abfuhr des Schnees beauftragt. Der wird zum Sportplatz Schweicheln gebracht, wo er dann langsam wegtauen kann.“ Auch die Firma Berg Abfallentsorgung hat ihre Touren im Lauf der Woche wieder aufgenommen und die entfallene Restmüllabholung im Hiddenhauser Bezirk I am Samstag nachgeholt.

Startseite