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Hiddenhausen: zweiter Toter war aus Serbien zu Besuch – weiteres Opfer in Lebensgefahr

Unfallfahrer fuhr zu schnell

Hiddenhausen/Bad Oeynhausen (WB). Es war der schwerste Verkehrsunfall im zu Ende gehenden Jahr im Kreis Herford: Ursache für die Frontalkollsion zweier Pkw am frühen Morgen des zweiten Weihnachtstages auf der Bünder Straße in Hiddenhausen, bei der zwei junge Männer ums Leben kamen, war offenbar „nicht angepasste Geschwindigkeit“.

Bernd Bexte

Am Tag nach der tödlichen Kollision liegen am Unfallort Blumen, eine Kerze brennt. Zwei junge Männer kamen auf der Bünder Straße ums Leben. Foto: Moritz Winde

So heißt es im Polizei-Deutsch, wenn die Ermittler davon ausgehen, dass der Unfallfahrer zu schnell gefahren ist. „Die Spuren am Unfallort deuten darauf hin“,

sagte Polizeisprecherin Katarina Uphoff am Freitag. Demnach habe der mutmaßliche Unfallverursacher, ein 23 Jahre alter Mann aus Bad Oeynhausen, gegen 3.35 Uhr ausgangs einer leichten Rechtskurve hinter dem Ortsausgang in Eilshausen in Fahrtrichtung Bünde die Kontrolle über seinen VW Golf verloren. Er war dann auf der folgenden geraden Strecke in den Gegenverkehr geraten und mit dem Peugeot 206, in dem vier junge Männer und Frauen saßen, frontal zusammengestoßen .

Serbe saß hinten im Auto

Der Golf-Fahrer und ein Mann in dem Peugeot starben. Auch dessen Identität steht mittlerweile fest. „Er ist serbischer Staatsbürger.“ Nach Informationen des WESTFALEN-BLATTES wohnt er auch in dem Balkanstaat, er war an den Weihnachtstagen zu Besuch bei in Deutschland lebenden Bekannten. Der Serbe saß im Auto auf der Rückbank des Peugeots, den eine 21 Jahre alte Frau aus Detmold lenkte.

Sie wurde schwerst verletzt, ebenso eine 22-Jährige Detmolderin, die auf dem Beifahrersitz saß. Über den genauen Gesundheitszustand der jungen Frauen machte die Polizei keine Angaben. Auch ein weiterer 25 Jahre alter Mann aus Horn-Bad Meinberg, der hinten im Peugeot saß, hatte bei dem Frontalzusammenstoß schwerste Verletzungen erlitten. Nach Angaben der Polizei schwebte er am Freitag noch in Lebensgefahr.

Tempo 100 war erlaubt

Mit welchem Tempo der Golf-Fahrer unterwegs war, werde wohl nicht mehr zu ermitteln sein. Er fuhr allerdings wohl sehr schnell: Die Rechtskurve, in der er vermutlich die Kontrolle über sein Auto verlor, liegt nur wenige Meter hinter dem Ortsausgangsschild. „Hier darf also Tempo 100 gefahren werden“, erläuterte Katarina Uphoff.

Da der Mann bei der Kollision verstorben sei, würden jedoch keine strafrechtlichen Ermittlungen mehr eingeleitet. Es könnten auch kein Angaben gemacht werden, ob der 23-Jährige unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand. Bei dem Unfall war das Heck des VW Golf abgerissen und etwa 50 Meter weit in ein angrenzendes Wäldchen geschleudert worden. 90 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren vor Ort. Für die Hiddenhauser Wehr war es der dritte nächtliche Einsatz innerhalb von vier Tagen.

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