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Tempo-Infogeräte installiert – Verkehrsplaner beauftragt

Nach Raserunfall: Obere Talstraße soll sicherer werden

Hiddenhausen

Maßnahmen, um die Obere Talstraße in Hiddenhausen sicherer zu machen, werden aktuell ausgearbeitet. Dort hatte ein 23-jähriger Motorradfahrer im März einen Anwohner tödlich verletzt. Einige Veränderungen hat es schon gegeben.

Von Bernd Bexte

Der Tatort an der Oberen Talstraße in Hiddenhausen-Oetinghausen. Foto: Christian Müller/Westfalennews

Dieser Unfall hat ganz Hiddenhausen erschüttert: Am späten Abend des 8. März erfasst ein 23-jähriger Motorradfahrer auf der Oberen Talstraße einen Anwohner (58) und verletzt ihn tödlich. Ein zweiter Motorradfahrer (18) flüchtet, wird später gefasst.

Die Mitglieder des SPD Ortsvereins Oetinghausen und Bürgermeister Andreas Hüffmann haben sich jetzt noch einmal ein Bild vom Unfallort in Oetinghausen gemacht. Um die Straße sicherer zu machen, haben der Kreis Herford und die Gemeinde Hiddenhausen ein Verkehrsplanungsbüro beauftragt, dafür Vorschläge zu unterbreiten. Ergebnisse sollen nach den Sommerferien vorliegen.

Hiddenhausen: Polizisten haben auf der Oberen Talstraße Markierungen angebracht. Der Zusammenstoß geschah vor dem linken Haus, Foto: Christian Althoff

Als Sofortmaßnahmen wurden auf dem Teilstück zwei Tempo-Infogeräte installiert und Piktogramme mit der Höchstgeschwindigkeit auf der Fahrbahn aufgebracht. Der Unfall wird vor Gericht aufgearbeitet werden. Wann es zu einem Prozess kommt, ist aber noch offen. Eine Anklage liegt noch nicht vor. „Die Ermittlungen dauern noch einige Zeit an“, teilt der ermittelnde Staatsanwalt Veit Walter auf Anfrage mit.

Rennen gefahren

Nach den bisherigen Ermittlungen sollen sich die beiden Herforder ein Rennen geliefert haben. Als der Anwohner auf die Fahrbahn tritt, um sie per Handzeichen zum Abbremsen zu bewegen, setzt der 23-Jährige gerade zum Überholvorgang an und erfasst den Hiddenhauser.

Der Motorradfahrer stürzt und zieht sich schwere Verletzungen zu, er soll ab der Hüfte gelähmt sein. Der zunächst flüchtige 18-Jährige wird nach gut drei Wochen aus der Untersuchungshaft entlassen. Er behauptet: „Es war kein Rennen.“ Laut seines Anwalts Christian Thüner sei er „bestürzt über das Geschehen, schockiert, dass ein Mensch ums Leben gekommen sei“.

Die Obere Talstraße in Hiddenhausen-Oettinghausen am Tag nach dem Unfall. Foto: Althoff
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