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Varieté-Abend der OPG: Jugendliche geben humorvollen Einblick in den Schulalltag

Willkommen im »Circus ABIgalli«!

Hiddenhausen (WB). Als eine »Manege des Wahnsinns« bezeichnen die Abiturienten der Olof-Palme-Gesamtschule ihre Show »Circus ABIgalli«. Mit viel Witz haben sie ihrem Publikum beim Varieté-Abend Einblicke in ihren Schulalltag gegeben.

Sophie Hoffmeier

Der Varieté-Abend der Olof-Palme-Gesamtschule in Hiddenhausen besticht durch verschiedene Showelemente, zu denen auch ein schwungvolles Tanzmedley gehört. Foto: Sophie Hoffmeier

Komplizierte Tafelbilder und Notenfindung

Zwischen komplizierten Tafelbildern, Notenfindung und Lehrern mit so mancher Eigenart ist ganz schön was los in der Gesamtschule. Formvollendet verpackt gab es das Ganze als Unterhaltungsshow. Die Abiturienten adaptieren die beliebte Fernsehsendung »Circus HalliGalli«, die von 2013 bis 2017 wöchentlich auf ProSieben ausgestrahlt wurde.

Werbeclips und Energiedrinks

Als Joko und Klaas führen Jannis Stratmann und Felix Vorndamme charmant durch das Programm. Die Schüler haben ganz genau aufgepasst und nahmen viele Elemente des Erfolgsformats auf. Ihr Programm zeugte von vielen kreativen Ideen. Spiele, Interviews und Einspieler waren Teil der Show. Zwischendurch gab es witzige Werbeclips, wie den für Energiedrinks mit dem Konterfei von Sport- und Englischlehrer Benjamin Forman, die nicht nur zum schnellen Erfolg im Vokabeltest führen, sondern auch dafür sorgen, dass der Konsument zum Mädchenschwarm wird.

Akrobatik- und Rap-Einlagen

Einer der Höhepunkte des Abends war ein Rapbattle der beiden Deutsch-Leistungskurse des Jahrgangs. Dafür haben sie das Lied »Mädchen gegen Jungs« umgeschrieben. »Das gibt Ärger. Wer weiß mehr?«, rappten sie. Ebenfalls für Begeisterung sorgten die Akrobatik-Einlage von Carmen Klose und die Tanzperformence der Schüler zu »It’s Raining Men«.

Wenn 55 Abiturienten gemeinsam singen

Als Jahrgang, dessen Musikstücke, wie sie verrieten, des Öfteren bei der Generalprobe für andere Schulveranstaltungen rausgeschmissen wurden, ließen sie zunächst lieber eine Band, bestehend aus den Lehrern Göb, Reuss und Steingrube, auftreten. Zum Finale hatten sie dann aber doch noch ihren großen Moment: Die 55 Abiturienten sangen gemeinsam »Don’t Stop Believin« für ihre 300 Zuschauer.

»Lehrer haben unseren Quatsch toleriert«

Das siebenköpfige Drehbuch-Team hat ein halbes Jahr an dem Text geschrieben. Die Proben für das Stück nahmen anderthalb Monate in Anspruch. Zum Ende ließen Jannis Stratmann und Felix Vorndamme mit einer Rede ihre Schulzeit Revue passieren und nannten Punkte, die sie schon abharken konnten. »Vor allem hatten wir immer das Glück, Lehrer zu haben, die unseren Quatsch tolerieren«, erzählten sie.

Das wurde auch bei dem Spiel »Aushalten« deutlich, bei dem sich die Abiturienten mit ihren Lehrern Joachim Burger und Steffen Krone darin duellierten, wer zuerst lacht. Ihr eindeutiges Fazit: »Herr Krone lacht nicht, wenn wir kein Mathe haben«.

Punkt 264 ihrer Liste bestand darin, das Abitur zu schaffen. Es ist allerdings nicht ihr letztes Ziel, wie Jannis Stratmann verkündete: »Aufhören, wenn es am schönsten ist, das steht hier noch auf unserer Liste.«

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