1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Kirchlengern
  6. >
  7. Bauhofmitarbeiter soll Schulbus lenken

  8. >

Zu viele Kinder in den Fahrzeugen – Kirchlengern findet Lösung

Bauhofmitarbeiter soll Schulbus lenken

Kirchlengern (WB). Maskenpflicht beim Einkaufen? Haben sich inzwischen fast alle dran gewöhnt. Und auch die Abstandsregelung haben die meisten verinnerlicht. Fast kaum jemand weiß allerdings, dass es von der Abstandsregelung Ausnahmen gibt, die im ersten Moment nicht unbedingt nachvollziehbar sind. So dürfen in Schulbussen so viele Kinder transportiert werden wie vor Corona, wenn sie denn Masken tragen.

Hilko Raske

In der Gemeinde Kirchlengern will man während der Corona-Zeit mehr Schulbusse einsetzen. Foto: dpa

Wer aber einmal einen Blick in die Busse geworfen hat, wenn sie morgens losfahren, weiß, wie voll sie sind. In der Gemeinde Kirchlengern sind bislang Grund- und Gesamtschüler gemeinsam zur Schule gefahren worden. Das hat dazu geführt, dass einige Eltern in der Gemeinde Kirchlengern sich Sorgen um das Wohl ihrer Kinder machen. Darauf wies nun Ingo Scheiding (SPD) in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses hin.

Busunternehmen reagiert

Die Gemeinde sei über die Situation informiert, sagte Michael Höke, zuständiger Fachbereichsleiter im Kirchlengeraner Rathaus. Problematisch seien die Touren hin zur Schule und Rückfahrten an Dienstagen und Freitagen, wenn alle Gesamtschüler nach der sechsten Stunde frei hätten. „Dann ballt sich das so richtig im Bus. Alle Sitzplätze sind dann besetzt, etliche Kinder müssen stehen.“

Das zuständige Busunternehmen habe aber bereits reagiert. So gebe es nun für Mädchen und Jungen aus Häver, die die Grundschule in Kirchlengern besuchten, für die Hinfahrten einen eigenen Bus. Und auch für die Rückfahrten jeweils dienstags und freitags arbeite man an einer Lösung.

EInsatz ab kommender Woche

Höke wies darauf hin, dass das Land einen speziellem Fördertopf eingerichtet habe, der eine Million Euro umfasse. Damit solle die Anmietung von Bussen ermöglicht werden. Das Ganze habe aber einen Haken: „Busse gibt es derzeit eigentlich genug, da der Bustourismus unter der Coronakrise leidet. Was fehlt, sind die geeigneten Busfahrer“, so Höke.

Im Rathaus habe man versucht, auch das zu regeln. Und anscheinend ist es der Verwaltung gelungen. „Wir haben einen Bauhof-Mitarbeiter, der den entsprechenden Führerschein hat.“ Der soll von der kommenden Woche an dann die entsprechenden Nachmittagstouren übernehmen. Ein Bus werde von einem heimischen Unternehmen dafür zur Verfügung gestellt. Man hoffe, das Problem auf diese Weise dann gelöst zu haben.

Startseite