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Feuerwehrmuseum Häver hat Bestand um mehrere hundert Ausstellungsstücke erweitert

Die Geschichte der Brandbekämpfung

Kirchlengern  (WB). 400  Helme aus der ganzen Welt, 350 Strahlrohre, internationale Feuerwehruniformen und eine Feuerwehrspritze für einen vierspännigen Pferdezug aus dem Jahr 1892 – das Feuerwehrmuseum in Häver kann mit einer Vielzahl an neuen Ausstellungsstücken aufwarten.

Hilko Raske

Museumsleiter Hans Kleemeier beim Polieren des Pumpwerks. Das besteht aus purem Messing und wiegt etwa vier Zentner. Foto: Hilko Raske

Zu verdanken ist das Hans Kleemeier, Gründer und Leiter des Museums. Als weithin bekannter Sammler historischer Feuerwehrausrüstung hat er beste Kontakte – und die führten dazu, dass der Bestand an Exponaten nun deutlich erweitert werden konnte.

»Das Feuerwehrmuseum der Berufsfeuerwehr Hannover soll verkleinert werden. Dessen Leiter, den ehemaligen Chefausbilder, kenne ich schon seit vielen Jahren, er ist regelmäßiger Besucher in Häver gewesen.« Er sei deshalb gefragt worden, ob er nicht das ein oder andere Ausstellungsstück aus dem Hannoveraner Bestand übernehmen wolle – darunter die Feuerwehrspritze für den Vierspänner. Die sei von den Kollegen in Hannover bereits sehr gut aufgearbeitet gewesen

»So etwas habe ich in der Art noch nicht gesehen – das ist eine echte Rarität«, freut sich der Museumsleiter. So sei das Pumpwerk – es befördert 370 Liter Wasser pro Minute – aus purem Messing und wiege etwa vier Zentner. »Allein die Wandung der Zylinder ist zwischen 20 und 25 Millimeter stark.« Um sie aus dem zweiten Obergeschoss des Hannoveraner Museums transportieren zu können, habe man die Spritze komplett auseinandergebaut und alle Teile fotografiert.

Mindestens genauso spannend seien die Ausstellungsstücke, die dem Museum aus einer Privatsammlung zur Verfügung gestellt worden seien. Seit etwa 40 Jahren habe ein Feuerwehrmann aus Oelde unter anderem Helme, Uniformen und Strahlrohre aus Deutschland und aller Welt gesammelt.

Gelagert wurde diese Sammlung im Keller der alten Feuerwache Oelde. Die zieht allerdings um – und neue Räumlichkeiten für die Sammlung gibt es dann nicht mehr. »Wir haben eine ganze Lkw-Ladung und einen Container an Ausstellungsstücken nach Häver geholt«, erzählt Kleemeier. Darunter seien allein 100 verschiedene Messinghelme gewesen. »Diese Sammlungen bleiben natürlich komplett und sollen den Besuchern auch so präsentiert werden.«

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