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Nach Schranken-Unfall: Züge rollen wieder – Übergang bis mindestens Dienstag gesperrt

Elektronik bereitet Probleme

Kirchlengern (WB/ptr). Wegen des Unfalls auf dem Bahnübergang an der Lübbecker Straße in Kirchlengern müssen Autofahrer noch mindestens bis Dienstag mit Behinderungen im Straßenverkehr rechnen. Denn obwohl die Züge seit Samstagmorgen 3.30 Uhr wieder in beide Richtungen fahren können, bleibt der Übergang für alle anderen Verkehrsteilnehmer vorerst gesperrt.

Über den Schrankenbaum schoss die 15.000-Volt-Spannung der Oberleitung in die Elektronik der Anlage. Die muss nun komplett überprüft werden. Foto: Daniel Salmon

Jörg Thunhorst, der als Notfallmanager der Deutschen Bahn die Instandsetzungsarbeiten vor Ort koordiniert, erläuterte auf Nachfrage am Samstag: »Das größte Problem sind die Schäden an der Elektronik, in die über den Schrankenbaum die 15.000-Volt-Spannung der Oberleitung geschossen ist. Der Bahnübergang kann halt erst wieder freigegeben werden, wenn alles genau überprüft und repariert wurde und sicher gestellt ist, dass alles wieder einwandfrei funktioniert.«

Wie berichtet war es am Freitagnachmittag gegen 14.45 Uhr zu dem Unglück gekommen. Demnach stand offenbar der Anhänger eines Busses, der direkt hinter dem Bahnübergang in die Ravensberger Straße abbiegen wollte, noch auf den Gleisen, als sich die Schranken senkten. Eine Schranke soll sich mit dem Anhänger verkeilt haben, der Bus fuhr jedoch trotzdem wieder an. Der Schrankenbaum hob sich daraufhin, verdrehte sich jedoch und geriet so in die Oberleitung. Durch das Gewicht der Schranken riss die Leitung auf der gegenüberliegenden Seite und fiel auf die Fahrbahn.

DB-Notfallmanager Jörg Thunhorst appelliert, die Sperrung des Bahnübergangs ernst zu nehmen und nicht über die Absperrungen zu klettern, um einen Weg abzukürzen. »Die Züge fahren mit dem regulären Tempo. Wir bemühen uns, die Arbeiten so schnell wie möglich abzuschließen.«

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