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Fachausschuss stimmt für neue Nachwuchsgruppe in Kirchlengern

Erste Kinderfeuerwehr im Kreis

Kirchlengern  (WB). Einstimmig hat der Kirchlengeraner Feuerwehrausschuss am Dienstagabend die Einrichtung einer Kinderfeuerwehrgruppe empfohlen. Die noch benötigte Zustimmung des Rates dürfte aufgrund dieses Votums als sicher gelten. Damit könnte in der Elsegemeinde schon bald die erste Nachwuchsabteilung dieser Art für Sechs- bis Zehnjährige im Kreis Herford an den Start gehen.

Daniel Salmon

Im Gerätehaus Mitte könnte sich die Kinderfeuerwehr einmal im Monat treffen. Foto: Joschka Brings

Kindergruppe schließt Lücke in der Branderziehung

Zum Auftakt des Tagesordnungspunktes ließ Uwe Dreifeld, Fachbereichsleiter für Sicherheit und Ordnung, die bislang bekannten Planungsdetails noch einmal Revue passieren. Zudem ging er auf den Sinn und Zweck der Einrichtung einer solchen Gruppe

Kommentar

Bei der Ausschusssitzung wurde schnell klar, wie viel Herzblut von Feuerwehrchef Frank Rieke – und wohl auch seiner ganzen Truppe – in dem Projekt »Kinderfeuerwehr« steckt. In Sachen Nachwuchsförderung ist man in Kirchlengern Überzeugungstäter und hat mit viel Eigenarbeit ein überzeugendes Modell entwickelt, um auch für die Zukunft eine schlagkräftige Gruppe an Brandbekämpfern zusammenzubekommen.

Und ohne Frage wird man bei den übrigen Freiwilligen Feuerwehren im Kreisgebiet gespannt auf die Entwicklungen in der Elsegemeinde schauen. Somit hat das Projekt in Kirchlengern eine Vorbildfunktion und kann eine Strahlkraft entwickeln, von der auch die übrigen Ehrenamtler in der Region profitieren werden. Vor allem wohl in Bünde. Denn dort kann Rüdiger Meier als Feuerwehrchef seine gewonnenen Erfahrungen einfließen lassen.

Daniel Salmon

innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr – nämlich die Gewinnung von Nachwuchskräften – ein. »Die Kindergruppe stellt einen Baustein in der Chronologie der Feuerwehr dar«, betonte Dreifeld. Dieser Baustein solle die Lücke zwischen der Brandschutzerziehung an den Grundschulen und dem möglichen Eintritt in die Jugendfeuerwehr ab einem Alter von zehn Jahren schließen.

Maximal 15 Teilnehmer

Geplant sei derzeit, dass sich die Gruppe, für die es bislang acht Interessenten gibt, einmal monatlich treffe. Die Teilnehmerobergrenze ist derzeit auf 15 Jungen und Mädchen begrenzt. »Wir brauchen schließlich einen vernünftigen Betreuungsschlüssel. Die Eltern wollen ihre Kinder gut aufgehoben wissen«, begründete Bürgermeister Rüdiger Meier diese Zahl. Derzeit stünden in Reihen der Feuerwehr zwei pädagogisch entsprechend ausgebildete Kräfte zur Verfügung. Weitere würden fortgebildet, so das eine Erhöhung der Mitgliederzahl bei der Kinderfeuerwehr in Zukunft möglich sei.

Standort im Gerätehaus Mitte

Als Standort komme das Feuerwehrgerätehaus Mitte infrage. Laut Dreifeld müssten dafür aber einige kleinere bauliche Veränderungen am Gebäude vorgenommen werden. Diese würden aber erst nach einem positiven Beschluss des Rates in der kommenden Woche angegangen.

Kindgerechte Betreuung

Doch was sollen die jungen Nachwuchsbrandbekämpfer überhaupt bei ihren Treffen lernen? Laut Verwaltung soll etwas mehr als die Hälfe der Zeit mit Sport, Spiel und Spaß im Sinne der allgemeinen Jugendarbeit gestaltet werden. In den übrigen Stunden sollen die Teilnehmer kindgerecht an Aspekte der feuerwehrtechnischen Arbeit herangeführt werden.

Laut Kirchlengerns Feuerwehrchef Frank Rieke sei geplant, dass der Nachwuchs auch mit entsprechender Kleidung ausgestattet werde: »Vielleicht mit Westen wo ›Kinderfeuerwehr‹ draufsteht oder T-Shirts.« Wie bereits berichtet, soll für die Gruppe auch Fahrzeug angeschafft werden, dessen Anschaffung mit Geldern des Landes angeschafft werden könnte.

Zwar hätte sich Grünen-Fraktionssprecher Burkhard Scheiding im Vorfeld des anstehenden Beschlusses weitere Infos zur Einrichtung der Kinderfeuerwehr gewünscht. Letztlich stimmte er aber wie die übrigen Ausschussmitglieder für die Empfehlung an den Rat, der am 28. Juni in der Sache das letzte Wort hat.

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