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Wippermann jr. GmbH weiht Standort ein – Gewerbeflächen in Kirchlengern sind rar

Für die Zukunft gut aufgestellt

Kirchlengern (WB). Einen mittleren einstelligen Millionenbetrag hat das Unternehmen Wippermann jr. in seinen neuen Standort im interkommunalen Gewerbegebiet Oberbehme investiert. Gestern ist der Bau offizielle eingeweiht worden.

Daniel Salmon

Karl-Heinz Saße (Wirtschaftsförderer Kirchlengern, von links), Stefan Junkermann (Kämmerer Kirchlengern), Wippermann-Niederlassungsleiter Roger Paul, Geschäftsführer Dr. Stephan Gerber und Andreas Homburg (Wirtschaftsförderer Hiddenhausen) haben gestern den neuen Standort an der Albert-Einstein-Straße im interkommunalen Gewerbegebiet Oberbehme eingeweiht. Foto: Salmon

Genutzt wird die Halle mit einer Lager- und Produktionsfläche von 2800 Quadratmetern und 500 Quadratmetern für Verwaltungsbüros aber schon seit einigen Monaten. Der Umzug vom bisherigen Teilstandort des Produzenten von Antriebs- und Fördertechnik mit Hauptsitz in Hagen war bereits im Juni vollzogen worden. Bis dahin war die Wippermann jr. GmbH in Kirchlengern in der Straße im Obrock ansässig.

Die Kapazitäten am alten Standort hätten allerdings nicht mehr ausgereicht, das Unternehmen befinde sich auf einem stetigen Wachstumskurs. »Die Fläche hat nicht mehr ausgereicht. Wir mussten Waren sogar schon bei einem lokalen Logistiker unterstellen. Am neuen Standort haben wir jetzt etwa doppelt so viele Palettenplätze, nämlich 2650«, erklärt Roger Paul, Niederlassungsleiter in Kirchlengern.

Aufstockung der Belegschaft geplant

Zudem biete das knapp 11.000 Quadratmeter große Grundstück an der Albert-Einstein-Straße optionale Erweiterungsmöglichkeiten, so dass das Unternehmen für die Zukunft gut aufgestellt sei. Derzeit sind in Oberbehme 20 Mitarbeiter beschäftigt. Paul: »Wir werden aber weiter in unseren Maschinenpark und neue Produkte investieren.« Daher sei langfristig eine Aufstockung der Belegschaft angepeilt.

In einer Rede vor den zahlreichen geladenen Gästen bedankte sich Wippermann-Geschäftsführer und Mitgesellschafter Dr. Stephan Gerber bei allen am Bau Beteiligten, insbesondere auch bei den Gemeindeverwaltungen aus Kirchlengern und Hiddenhausen. »Chapeau, hier wird dem Mittelstand noch ein größerer Stellenwert eingeräumt als im Ruhrgebiet«, lobte er die Behörden. Zudem ging er auf die gute verkehrliche Anbindung des neuen Areals an die A30 und die A2 ein.

Wenig Gewerbeflächen übrig

Seine Freude über die Standorttreue des Unternehmens brachte Stefan Junkermann, Kämmerer der Elsegemeinde, zum Ausdruck. Er merkte zudem an: »Das Gebäude ist auch architektonisch gelungen.«

Kirchlengerns Wirtschaftsförderer Karl-Heinz Saße blickte im Bezug auf das interkommunale Gewerbegebiet bereits in die Zukunft. Denn auf dem Areal stehen nur noch 6000 Quadratmeter an Flächen für Gewerbeansiedlungen zur Verfügung: »Und die sind bereits reserviert.« Sämtliche weitere möglichen Bauplätze für Gewerbe in Kirchlengern befänden sich in privater Hand. Saße: »Wir als Kommune können nichts mit anbieten. Dabei ist der Bedarf da. Im Schnitt kommen zwei Anfragen pro Woche.« Gemeinsam mit der Nachbargemeinde arbeite man daher an möglichen Lösungen. Im Hinterkopf hat Saße dabei auch immer den aktuellen Landesentwicklungsplan für NRW, der nicht mehr genutzte Industriebrachen für neue Gewerbeansiedlungen favorisiere. »So was haben wir hier bei uns aber nicht.«

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