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Aqua Fun: Architekten präsentieren die Vorplanung

Neues Bad kostet 10,4 Millionen Euro

Kirchlengern  (WB). Wie teuer werden Sanierung und Neubau des Freizeitbades Aqua Fun tatsächlich? Und wie wird es künftig aussehen? Antworten auf diese Fragen erhielten am Donnerstagabend die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses. Ihnen wurde die Vorplanung und eine erste Kostenkalkulation präsentiert.

Hilko Raske

So könnte das Aqua Fun nach der Sanierung der Außenanlagen und dem Neubau des Hallenbades aussehen. Im Hallenbad soll es dann ein Sportschwimmbecken, ein Lehrschwimmbecken und ein Kinderbecken geben. Grafik: Geising und Böker GmbH

Rembert Middendorf von der Geising und Böker GmbH (Hamburg), die für die Generalplanung verantwortlich ist, stellte die baulichen Details vor. »Das neue Hallenbad zeichnet sich durch eine klassisch schlichte Architektur ohne moderne Mätzchen aus.« Der Neubau werde sich nördlich hinter dem jetzigen Hallenbad, das abgerissen werden soll, befinden. Vorgesehen seien im Gebäude ein Sportschwimmbecken mit zwei Tiefenbereichen, ein Lehrschwimmbecken mit Hubboden sowie ein Kinderbecken für die Kleinsten. Die geplante Wasserrutsche sei sowohl von außen als auch von der Halle aus zugänglich. Die Sauna sei so konzipiert, dass man sie zwar bauen, aber auch darauf verzichten könnte. Ganz in der Nähe des Eingangs habe man die Gastronomie so angesiedelt, dass sie Besucher im Außen- und Eingangsbereich sowie in der Halle problemlos bedienen könne.

Einsparpotenziale vorhanden

Middendorf konnte auch die voraussichtlichen Kosten für das Vorhaben nennen. Je nachdem, ob man einen Mittelpreis nach Gewerken oder Bruttogeschossfläche zugrunde lege, komme man auf 10,6 oder 10,2 Millionen Euro. Hier sei von einem Mittelwert von 10,4 Millionen Euro auszugehen. Einsparpotenziale von insgesamt einer Million Euro gebe es, wenn man auf Module wie Sauna oder die Rutsche verzichte.

Sowohl von Seiten der SPD als auch der UWG kam die Frage, welche Kosten denn für die Parkplätze entstehen würden. Davon muss das Aqua Fun nämlich 50 vorhalten. »Müssten wir neue Parkplätze anlegen, wären das Kosten, die dem Aqua Fun angerechnet werden müssten«, sagte Eckhard Grube (UWG). Bürgermeister Rüdiger Meier wies darauf hin, dass Parkplätze und die Zuwegung erstens eine Infrastrukturmaßnahme seien, zweitens ja ausreichend Parkplätze vorhanden seien.

Jährlicher Zuschussbedarf von 888.000 Euro

Die Vorplanung überprüft hatte das für die Projektsteuerung zuständige Oldenburger Architektenbüro PZWO. »Die Planung ist vollständig und korrekt erbracht«, attestierte Architekt Jens Schulz. Als nächster Schritt solle deshalb die Entwurfsplanung in Angriff genommen werden. Schulz ging noch einmal im Detail auf das Zahlenwerk ein. Nach derzeitigem Stand sei mit einem jährlichen Zuschussbedarf in Höhe von 888.000 Euro (inklusive Kapitaldienst) zu rechnen – eine Summe, die bei der SPD gar nicht gut ankam. Die Sozialdemokraten hatten nämlich im Vorfeld darauf bestanden, dass ein Zuschussbedarf von 800.000 Euro nicht überschritten werden dürfe. »Das ist für uns die rote Linie, bei der wir die Reißleine ziehen«, betonte denn auch Günter Stuke.

Verzicht auf Sauna und Gastronomie empfohlen

Allerdings: Verzichtet der Rat beispielsweise auf den Saunabereich – was übrigens Rembert Middendorf empfahl – sinken die jährlichen Kosten um voraussichtlich 43.000 Euro. Von Jens Schulz kam zudem die Anregung, auf eine Gastronomie zu verzichten, da sich dadurch keine Einnahmen erzielen ließen. Stattdessen sollten entsprechende Automaten aufgestellt werden oder eine Stellfläche für einen Imbisswagen bereitgehalten werden. Am 28. Juni berät nun der Gemeinderat über dieses Thema.

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