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Doch nur drei neue Eingangsklassen am Grundschulstandort Kirchlengern

Platzproblem vorerst vom Tisch

Kirchlengern (WB). Von steigenden Schülerzahlen und einem daraus resultierenden Platzproblem an der Grundschule Kirchlengern ist man bis vor wenigen Wochen in der Verwaltung der Elsegemeinde ausgegangen. Doch das dürfte nun vom Tisch sein.

Hilko Raske

Drei statt zunächst vier angedachter Eingangsklassen sollen im kommenden Schuljahr am Schulstandort Kirchlengern gebildet werden. Foto: Hilko Raske

Noch in der letzten Schulausschusssitzung vor Beginn der Corona-Krise hatten die Kommunalpolitiker deshalb einstimmig beschlossen, dass die Verwaltung in Zusammenarbeit mit der Schulleitung ein Konzept erstellen soll, welches mögliche bauliche Erweiterungen am Standort Kirchlengern aufzeigt. Inzwischen scheint man das Problem zumindest für das kommende Schuljahr gelöst zu haben. Das zeigte sich in der Ratssitzung am Dienstagabend, die aufgrund der geltenden Abstandsregeln in der Sporthalle der Erich-Kästner-Gesamtschule stattfand.

Ursprünglich vier Klassen angedacht

Nach der ursprünglichen Planung sollte es am Schulstandort Kirchlengern nach den Sommerferien vier Eingangsklassen geben, am Standort Südlengern nur eine. Beide Grundschulen bilden zusammen den Grundschulverbund Elseaue. Diese Klassenaufteilung hätte allerdings zur Folge gehabt, dass die Grundschule Kirchlengern aus allen Nähten platzt, wohingegen in Südlengern Klassenräume mehr als reichlich vorhanden gewesen wären. Generell seien die Raum- und Platzkapazitäten im Bereich der Grundschule Kirchlengern begrenzt, hatte der zuständige Fachbereichsleiter Michael Höke bereits während der letzten Fachausschusssitzung gesagt. „Schon jetzt halten sich im normalen Schulbetrieb in den Pausen sehr viele Schüler auf dem relativ kleinen Schulhof auf. Würde man beispielsweise einen Raumcontainer auf das Schulgelände stellen, würde der Pausenhof noch kleiner, gleichzeitig würden sich noch mehr Kinder auf dem Pausenhof tummeln.”

Dank an Eltern

Zwischenzeitlich habe die Leitung des Grundschulverbundes aber etliche Eltern der künftigen Erstklässler davon überzeugen können, sich doch für die Grundschule Südlengern zu entscheiden, informierte Höke die Ratsmitglieder. Dadurch verschiebe sich die Anzahl der Erstklässler an den Grundschulstandorten Kirchlengern und Südlengern. So würden nach den Sommerferien in Kirchlengern drei erste Klassen mit insgesamt 65 Kindern eingerichtet, in Südlengern gebe es zwei Eingangsklassen mit insgesamt 35 Kindern. „Unser Dank gilt den Eltern, die Verständnis für die Situation gezeigt haben.“ In Südlengern sei viel mehr Platz für die Kinder im Schulgebäude und auf dem riesengroßen Schulhof: „Das wissen Eltern durchaus zu schätzen.“ Den Eltern sei zugesichert worden, den Kindern für die Fahrt zur Grundschule Südlengern einen funktionierenden Busdienst zur Verfügung zu stellen.

Situation im Blick behalten

Bürgermeister Rüdiger Meier hob den positiven Aspekt der Elternentscheidung hervor. „Dadurch haben wir nun die schöne Situation, dass wir in Stift Quernheim zwei Eingangsklassen haben, in Kirchlengern drei und in Südlengern zwei. Damit können wir alle Schulstandorte bewahren.“ Und auch Höke wies darauf hin, dass man in Sachen Schullandschaft für die Zukunft gut aufgestellt sei. Die räumliche Situation an den einzelnen Schulstandorten werde man natürlich auch künftig genau im Blick behalten. Der Rat sprach anschließend einstimmig für die neue Aufteilung der Eingangsklassen aus.

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