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Wilhelm-Busch-Abend mit Günter Trunz

Streiche von Max und Moritz

Kirchlengern (WB). Kaum jemand ist wohl ohne die Geschichten von Wilhelm Busch aufgewachsen. Seine Bilder und Reime sind vielen in Erinnerung geblieben. Bereits seit einigen Jahren ist Günter Trunz deshalb mit einem Abend über den berühmten Dichter unterwegs.

Annika Tismer

War mit seinem Busch-Programm in der Gesamtschule: Günter Trunz las Texte von Wilhelm Busch, von seinen bekannteste Figuren Max und Moritz, über die fromme Helene oder Hans Huckebein. Foto: Annika Tismer

Am Samstag ist er im ausverkauften Forum der Gesamtschule zu Gast gewesen. Frei nach dem Motto »Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben« las er dort nicht nur viele der Texte von Wilhelm Busch, auch eine Weinprobe gehörte zum abendfüllenden Programm. Während Trunz bekannte und weniger bekannte Geschichten las und die entsprechenden Bilder dazu zeigte, wurde den Anwesenden durch das Team von Edeka-Wehrmann Wein gereicht.

Reime zum Mitsprechen

So konnten die Anwesenden nicht nur Texte über Buschs wohl bekannteste Figuren Max und Moritz, die fromme Helene oder Hans Huckebein hören, sondern gleichzeitig verschiedene Sorten Wein und Knabbereien genießen. In drei Teilen wurden zunächst verschiedene Lausbuben-Texte gelesen, bei denen manch ein Zuhörer die Reime mitsprechen konnte. Weiter ging es mit frommen Jungfern und durstigen Raben, ehe in einem dritten Teil philosophische Betrachtungen zum Thema Wein und Wissenswertes über Frauen thematisiert wurden.

Trunz, der eigentlich Psychologie und Pädagogik studiert hat, hatte verschiedene Texte ausgewählt, die nicht selten eine Portion schwarzen Humor enthielten. »Das macht diese Geschichten auch irgendwie besonders. Nicht selten sind außerdem versteckte Hinweise enthalten, die man erst deuten muss«, erklärte er.

Erinnerung an die Kindheit

Bereits seit mehr als zehn Jahren ist er mit seinen Wilhelm-Busch-Programmen unterwegs. »Denn es ist schön, die eigene Begeisterung an andere Menschen weitergeben zu können«, erklärte er seine Intention. Viele Geschichten würden ihn dabei an seine eigene Kindheit erinnern.

Doch wie kommt jemand eigentlich dazu, mit den Texten von Wilhelm Busch zu reisen? »Die Idee kam mir zum 100. Geburtstag von Wilhelm Busch im Jahr 2008. Da habe ich das erste Mal ein Programm gestaltet und dann hat mich die Begeisterung gepackt und ich habe weiter gemacht.«

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