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TSG Kirchlengern-Randringhausen erhofft sich durch Neuanschaffung einen Wettbewerbsvorteil

Traglufthalle für 400.000 Euro gewünscht

Kirchlengern (WB)

Die Tennisspielgemeinschaft (TSG) Kirchlengern-Randringhausen hat Großes vor: Sie möchte auf ihrer Anlage an der Straße Im Obrock eine Traglufthalle errichten.

Hilko Raske

Auf dem Platz der Tennisspielgemeinschaft (TSG) Kirchlengern-Randringhausen soll eine Traglufthalle errichtet werden. Mittel hat der Verein unter anderem bei der Gemeinde Kirchlengern beantragt. Foto: Hilko Raske

Dabei handelt es sich um eine Halle aus luftdichten Stoffen, die durch ständigen Überdruck der innen befindlichen Luft ohne sonstige Stützen stehen kann. Die Halle hätte stattliche Ausmaße: Vorgesehen ist eine Größe von 54 mal 36 mal 9,50 Meter. Sie würde sich damit über drei Tennisplätze erstrecken. Der Verein begründet dieses Vorhaben damit, dass eine derartige Halle der TSG einen Wettbewerbsvorteil verschaffe. Konkret erwartet man durch die verbesserten Möglichkeiten in Bezug auf die Jugendarbeit eine nachhaltige positive Entwicklung des Vereins. Aufgrund der flexiblen Nutzung – beispielsweise für Badminton, Volleyball oder Basketball – wäre zudem eine Nutzung für den Schulsport denkbar.

Eine solche Halle hat aber ihren Preis. So veranschlagt der Verein einen Finanzierungsbedarf von etwa 399.000 Euro. 25.000 Euro sollen als Eigenmittel zur Verfügung gestellt werden. 246.800 Euro will der Landessportbund im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätten 2022“ als Fördermittel zur Verfügung stellen. Ein entsprechender Bescheid des Gemeindesportverbandes liegt bereits vor. Er ist allerdings an eine Förderzusage der Gemeinde Kirchlengern für dieses Projekt gebunden. Der Verein hat sich deshalb an die Verwaltung gewandt und den Antrag gestellt, dass die Gemeinde den Differenzbetrag – immerhin 126.643 Euro – im Rahmen der Sportförderung finanziert.

Mit diesem Thema wird sich der Sportausschuss der Gemeinde in seiner nächsten Sitzung beschäftigen. Die Verwaltung verweist in den Ausschussunterlagen darauf, dass zum 1. Dezember 2019 die Richtlinien des Kreises Herford zur Förderung des Sportes in Kraft getreten sind, die auch Sportanlagen betreffen. Diese können mit einem Zuschuss in Höhe von 15 Prozent des günstigsten Angebotes gefördert werden, maximal aber mit 40.000 Euro. Einen entsprechenden Antrag habe der Verein bereits gestellt. „Da davon ausgegangen werden kann, dass die maximale Bezuschussung von 40.000 Euro wahrscheinlich ist, würde sich der beantragte Zuschuss auf 86.643 Euro belaufen und die Zuständigkeit des Sportausschusses gegeben sein“, so die Verwaltung. Sie empfiehlt, dass der Sportausschuss einem einmaligen Investitionszuschuss zustimmt.

Gleichzeitig verweist die Verwaltung aber auch darauf, dass das Vorhaben baugenehmigungspflichtig ist. Der bestehend Bebauungsplan sehe einen Halle auf dieser Fläche nämlich nicht vor. Das sei aber inzwischen geklärt worden, eine Änderung des Planes sei unproblematisch.

Die TSG hatte bereits im Frühjahr 2020 im Vorgriff auf diese Antragstellung damit begonnen, neben den 25.000 Euro eine weitere Eigenleistung einzubringen. Für die Grundschulen wurde damit begonnen, in den Stufen zwei und drei eine Schultennis AG anzubieten. Die Durchführung dieser AG war ein großer Erfolg. Allein in den Jahrgangsstufen zwei und drei haben 125 Kinder daran teil-genommen. Die Ausweitung dieses Angebotes auf die Jahrgänge vier konnte leider durch den Pandemieausbruch nicht umgesetzt werden.

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