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Verein möchte Räume im Altbau der ehemaligen Grundschule nutzen

TV Häver braucht mehr Platz

Kirchlengern (WB). Mit 2600 Mitgliedern ist der TV Häver der größte Verein in Kirchlengern – und er braucht mehr Platz für seine Aktivitäten. Ins Auge gefasst hat der Vorstand dafür einen Teil des Altbaus der ehemaligen Grundschule in Häver.

Daniel Salmon

Einen Teil des Altbaus der ehemaligen Grundschule in Häver nutzt die Diakonie. Einige derzeit von der Gemeinde Kirchlengern als Lagerfläche genutzte Räume würde der TV Häver gerne umbauen, um dort unter anderem eine Geschäftsstelle einzurichten. Foto: Salmon

Bereits im September hatte der Verein einen entsprechenden Antrag an die Gemeindeverwaltung gestellt, die Räumlichkeiten nutzen zu dürfen. Die nötigen Umbaumaßnahmen würden die Häveraner größtenteils in Eigenregie stemmen. Von der Gemeinde könnte ein finanzieller Zuschuss kommen.

Im Zuge der Haushaltsberatungen hatte Michael Höke, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste, Schule, Kultur, Sport im Rathaus der Elsegemeinde, das Thema im vergangenen Jahr im Sportausschuss bereits angeschnitten. Darüber sollten nun die Mitglieder des Gremiums eigentlich noch in dieser Woche entscheiden. Allerdings fiel der für Mittwoch anberaumte Sitzungstermin aus. »Die Kostenermittlung seitens des Vereins ist noch nicht abgeschlossen«, erklärte Höke.

Entscheidung soll im April fallen

Aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben: Im Zuge der jährlichen Sportplatzbegehung des Ausschusses soll die Entscheidung dann wahrscheinlich am 6. April fallen – direkt vor Ort.

Aktuell nutzt der Verein den sogenannten Pavillon auf dem Gelände für seine Angebote – und zusätzlich die ehemalige Sporthalle der alten Grundschule. »Im Pavillon gibt es einen Sport- und einen Gymnastikraum sowie ein Besprechungszimmer. Aber das alles reicht für die vielen Kurse des Vereins einfach nicht mehr aus«, so Höke.

Konkret plant der TVH daher, den bisherigen Kraftraum im Pavillon in den Altbau zu verlegen und einen weiteren Gymnastikraum sowie Umkleidemöglichkeiten und sanitäre Anlagen zu schaffen – und außerdem eine Geschäftsstelle, die »zu festen Zeiten als Anlaufpunkt für die mehr als 2600 Mitglieder die administrative Betreuung und Verwaltung des Geschäftsbetriebes übernimmt«, wie es in dem Antrag an die Gemeinde weiter heißt.

Pachtmodell angedacht

Zum Tragen kommen soll für die Immobilie ein ähnliches Pachtmodell wie beim Kunstrasenplatz des Elsesportplatzes. »Da haben wir gute Erfahrungen gemacht«, sagt Bereichsleiter Höke.

Aktuell werden die infrage kommenden Räume der alten Schule, die der TV Häver gerne umbauen würde, als Lagerstätte für Ausstattungsgegenstände von Flüchtlingsunterkünften genutzt.

Im neueren Teil der ehemaligen Grundschule ist seit Ende vergangenen Jahres eine Kita untergebracht (wir berichteten). Träger der Einrichtung ist die Arbeiterwohlfahrt OWL, die den Gebäudekomplex von der Kommune angemietet hat.

Aufgrund der angespannten Situation bei der Versorgung mit Kita-Betreuungsplätzen will die Gemeinde daher auch noch prüfen, ob für den Schulaltbau auch eine Nutzung für diesen Zweck infrage kommen könnte.

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