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Bürgermeister-Kandidat Dr. Hermann Ottensmeier (LBA) wirbt für „sicheres Löhne“

Angstbereiche sollen verschwinden

Löhne (WB). In der Lokalpolitik kennt sich Dr. Hermann Ottensmeier (68) in der Werrestadt aus wie kaum ein anderer. Seit fast 50 Jahren engagiert sich der „Bischhofhäger“ – wie er sich selbst gerne nennt – „für die Belange der Bürger“. Bischofshagen hat er bis heute nicht verlassen. Nur ein Mal ist er umgezogen, aus der Wohnung oberhalb des heutigen Heimatmuseums in sein Eigenheim. Wie in seinem politischen Handeln setzt Hermann Ottensmeier auch Daheim auf Ordnung und Struktur.

Louis Ruthe

Der Lieblingsplatz von Bürgermeisterkandidat Dr. Hermann Ottensmeier (LBA) in Löhne ist sein eigener Garten. Doch auch entlang der Rürupsmühle geht der Löhner gerne auf Wanderung. Bei der Kommunalwahl am 13. September ist er einer von fünf Bürgermeisterkandidaten für die Werrestadt. Foto: Louis Ruthe

Im Garten und im Haus des Gymnasiallehrers hat alles seinen Platz. Auch sein fünf Jahre alter Deutscher Pinscher namens Friedrich, weiß, wo er hingehört. Etwa 30 Jahre lang ist Ottensmeier Mitglied in der CDU gewesen. Politisch vollzieht Ottensmeier nach Unstimmigkeiten in der CDU 2001 einen Wechsel, bleibt seiner konservativen Einstellung treu und wird zum Mitgründer der Wählergemeinschaft Löhner Bürger Allianz (LBA). Für die LBA tritt Dr. Hermann Ottensmeier nun als Bürgermeisterkandidat für die anstehende Kommunalwahl am 13. September an. Es ist bereits seine dritte Bürgermeisterkandidatur.

Mehr Sicherheit

„Mein wichtigstes Anliegen als Bürgermeister ist es, konsequent die Kriminalität in der Stadt zu bekämpfen“, sagt Ottensmeier. Seiner Ansicht nach müsse mehr getan werden. „Die Angstbereiche in der Stadt müssen verschwinden.“ Als solche bezeichnet Ottensmeier den Bereich rund um den Löhner Bahnhof, aber auch die Wegstrecken entlang der Werre, die er gerne zusammen mit seinem Hund entlang geht. Zudem will er als Bürgermeister die Drogenkriminalität sowie den Vandalismus an Schulen stärker bekämpfen, „durch mehr Präsenz von Ordnungsamtsmitarbeitern und Polizisten“.

Im Gespräch mit dieser Zeitung begrüßt Ottensmeier die Sanierung des Löhner Bahnhofgebäudes, die auch dazu beitragen könne, „für mehr Sicherheit am und um das Gebäude“ zu sorgen. Er bemängelt jedoch, dass es für die Sanierung kein „schlüssiges Gesamtkonzept“ gibt. „Ich befürchte, dass sich die Stadt dort ein neues Millionengrab schaufelt, da die Frage der Finanzierung nicht abschließend geklärt ist“, sagt er.

Solche Projekte durchzuführen, nur weil die Stadt Landes- oder Bundesmittel abgreifen könne, halte er für falsch. Parallelen zieht Ottensmeier zum „strukturlosen Konzept“ der ehemaligen Landesgartenschau auf der Aqua Magica. „Diese Landesgartenschau ist bis heute die einzige in OWL, die einer Kommune finanziell keine Einnahmen gebracht hat“, sagt er.

Infrastuktur verbessern

Ein weiteres Beispiel für ein Projekt in dem „nur Geld versenkt worden ist“, ist für den Bürgermeisterkandidaten der Stadtpark am Klärwerk. „Im Volksmund heißt der Ort nur noch Stinkepark“, sagt er.

Nach der Wahl sieht Ottensmeier die Sanierung der Stadtfinanzen als wichtigen Punkt, damit die Lebensqualität in Löhne steigt. Als Stadtverwaltung dürfe man nicht nur den Fördermitteln hinterhergelaufen, sondern müsse Investitionen da tätigen, wo sie dem Bürger etwas bringen. Ottensmeier: „Wir brauchen auf dem Gelände der Aqua Magica keine dritte Brücke auf einem Abschnitt von 400 Metern, das macht das Areal auch nicht attraktiver.“

Als große Aufgabe sieht er vielmehr die Verbesserung der Infrastruktur in gesamten Löhner Stadtgebiet. „Sei es in Mennighüffen am Fachmarktzentrum, an der Weihestraße oder auf den etwas abgelegeneren Straßen, das Verkehrskonzept muss überdacht werden. Struktur und Ordnung sind gefordert“, sagt Hermann Ottensmeier.

Offenes Ohr haben

Vor allem wolle er verhindern, dass an der „Gebührenschraube“ gedreht werde. „Es kann nicht sein, dass mit der Erhöhung von Grund- und Gewerbesteuer finanzielle Versäumnisse der Stadt – die schon vor Corona erkennbar waren – ausgeglichen werden müssen.“ Auch in Zukunft wolle er als Fürsprecher der Bürger agieren. „Wir als Löhner Bürger-Allianz haben immer einen engen Draht zu den Bürgern“, sagt Hermann Ottensmeier. Bei der Wahl am 13. September rechnet er mit einer Stichwahl um das Amt des Bürgermeister.

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