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Mutmaßlicher Betrüger (30) soll an "Love-Scamming" beteiligt gewesen sein

Bei Geldübergabe am Bahnhof Löhne festgenommen

Löhne

Zivile Einsatzkräfte der Polizei konnten am Donnerstagabend in Löhne einen 30-Jährigen vorläufig festnehmen, der in Verdacht steht, an "Love-Scamming" beteiligt zu sein: Durch das Vortäuschen einer Liebesbeziehung über das Internet wird in solchen Fällen zumeist Frauen Geld aus der Tasche gezogen. 

Über das Internet wird auch mancherlei Schindluder betrieben (Symbolbild). Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Wie die Polizei mitteilt, hat eine 60-jährige Frau aus Löhne über eine Internetplattform Kontakt zu einem Mann gehabt, der sich als Militär-Arzt aus Afghanistan ausgab. Unter Vorspielung falscher Tatsachen sei es dem Mann gelungen, das Vertrauen der 60-Jährigen zu gewinnen.

Für eine angeblich notwendige Operation war die Löhnerin schließlich bereit, ihm einen Geldbetrag in vierstelliger Höhe zu überweisen. Nachdem sie dem Mann weitere Geldbeträge zukommen ließ, kamen der Löhnerin erste Zweifel an den Aussagen des Mannes. Sie zog eine Familienangehörige ins Vertrauen. Diese veranlasste eine sofortige Anzeige bei der Polizei.

Zum Schein auf Forderung eingegangen

Mit Unterstützung ihrer Familie ging die Löhnerin auf eine erneute Geldforderung ein. Sie vereinbarte ein Treffen in Löhne am Bahnhof. Anhand der Beschreibung und Fotos konnte der polizeibekannte 30-Jährige aus Nigeria gegen 17.15 Uhr von Zivilkräften der Polizei auf dem Bahnsteig vorläufig festgenommen und zur Polizeiwache nach Herford gebracht werden.

Ob es sich bei diesem Mann um den angeblichen "Arzt" handelt und er für weitere Straftaten als Verdächtiger in Betracht kommt oder ob der nun Festgenommene als möglicher Bote für andere Tatbeteiligte agierte, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor den Betrug mit vorgetäuschter Zuwendung oder Liebe: "Gehen Sie niemals auf Geldforderungen von Internetbekanntschaften ein. Versuchen Sie so viel wie mögliche an Informationen von Ihrer Bekanntschaft herauszubekommen (über eine Google-Suche oder auch Bilderkennungen), um schon erste Hinweise auf einen Lover-Scammer zu bekommen. Speichern Sie alle Mails und Chat-Verläufe für weitere Ermittlungen. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Brechen Sie jeglichen Kontakt mit dem vermeintlichen Scammer ab und antworten Sie auf keine Emails oder andere Kontaktaufnahmen."

Wichtige Hinweise zum Thema Love-Scamming gibt es auf den Seiten der polizeilichen Kriminalprävention

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