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»Ikosaeder-Gilde« begrüßt Besucher beim ersten Mittelalter-Markt in Löhne

Bogenschießen im Trimmwaldpark

Löhne-Obernbeck (WB). Vom Schmieden bis zum Schwertkampf ist alles dabei gewesen: Am vergangenen Wochenende fand ein mittelalterlicher Markt im Trimmwaldpark in Löhne-Obernbeck statt. Zum ersten Mal organisierte der Verein »Ikosaeder-Gilde« ein Fest dieser Art.

Kristin Wennemacher

Wie man den Bogen richtig spannt, zeigen (von links) Torben Joon Müller, Pia Ernst und Sebastian Michael Kinder. Fotos: Kristin Wennemacher Foto:

Mit 20 Ständen war der Markt etwas kleiner als vorher geplant. Aber trotzdem fanden sich einige Händler ein, die sowohl aus der Umgebung als auch von weit her angereist waren. Sie stellten beispielsweise das mittelalterliche Handwerk zur Schau. »Aber wir sind kein Mittelalterverein und organisierten dieses Fest aus reinem Interesse«, betonte Maik Hülsermann, erster Vorsitzender des Vereins.

Für große und kleine Besucher gab es beispielsweise eine Falkenshow, die mehrmals stattfand. Und sie konnten lernen, wie man aus Schafsfell Wolle herstellt oder mit dem Schwert kämpft – so wie es die Menschen vor mehr als 500 Jahren taten. Und für Samstagabend war eine Feuershow geplant.

Auch das Bogenschießen durfte auf einem Mittelaltermarkt natürlich nicht fehlen: Torben Joon Müller und Sebastian Michael Kinder zeigten den Besuchern die Sportart und stellten fest: »Häufig entstanden Gruppenwettkämpfe, in denen jeder der Gewinner sein wollte«. Außerdem seien die meisten Besucher Kinder, welche zum ersten Mal einen Bogen hielten.

Gebrauchsgegenstände aus Roheisen

Uwe und Alice Schwarz waren aus Hunnesrück in Niedersachsen angereist und zeigten das Leben in einem Zeltlager. Außerdem hatten sie für die Besucher eine Nussrutsche vorbereitet: Das Spiel komme zwar nicht aus dem Mittelalter, passe aber zu jener Zeit. »Dort muss man die Nuss mit einem Hammer treffen, wenn sie die Rutsche verlässt«, erklärte Alice Schwarz.

Guido Kluding zeigte, wie man aus Roheisen Gebrauchsgegenstände, wie zum Beispiel Kerzenhalter, herstellen kann. Er spezialisierte sich dabei auf die Technik des 13. Jahrhunderts und inspirierte insbesondere die kleineren Gäste des Mittelalter-Markts.

Außerdem bot Rika Smeets eine Schildermalerei an. Dort konnten die kleinen Besucher ein vorgefertigtes Schild ausmalen. Auch die vierjährige Emilie fertigte ihr eigenes Schild an, welches sie jedem stolz zeigte. Sie besuchte zusammen mit ihren Eltern Kansiri und Joachim Kohrbeck den Markt. Die Familie interessiert sich sehr für das Mittelalter: »Wir haben schon einige mittelalterliche Feste besucht«, sagte der Vater.

Vor einem Jahr entsteht Idee zum mittelalterlichen Markt

Währenddessen gab es Live-Musik zweier Duos, die auch mehrmals am Tag spielten. Die Gruppen »Sturmnacht« mit Silvana und Sebastian Steinberg und die »Zwiegelichter« mit Sabine und Michael Kinder, die in mittelalterlicher Bekleidung passende Lieder zum Fest spielten. Sie traten in der Vergangenheit schon öfter in der Umgebung auf.

Die Idee, einen mittelalterlichen Markt anzubieten, kam vor einem Jahr in einer Versammlung der »Ikosaeder-Gilde«. Vier Monate hatten die Vorbereitungen zum Fest angedauert.

Ein positives Fazit zog Bernhard Riedl, zweiter Vorsitzender des Vereins »Ikosaeder-Gilde«. »Dafür, dass es das erste Mal war, bin ich sehr zufrieden. Die Besucher haben das Fest gut angenommen«. sagte er.

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