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Jugendkunstschule der Stadt Löhne unter neuer Leitung – Programm bis August steht

„Captain“ Jürgen Schwartz übernimmt

Löhne (WB)

„Captain“ Jürgen Schwartz hat das Steuer der Jugendkunstschule (JKS) der Stadt Löhne von seiner Vorgängerin Christiane Stelter übernommen. Zur Crew des neuen Leiters zählen neben fünf freien Mitarbeitern auch die hauptamtlichen Kollegen Sarah Opaitz und Sascha Kubiak. Zusammen wollen sie die JKS weiter auf Kurs halten, aber auch neue Ideen entwickeln.

Lydia Böhne

Sascha Kubiak (von links), Sarah Opaitz, Jürgen Schwartz und Dominic Burckhardt erleben nicht nur im neuen Video-Format spannende Abenteuer, auch im echten Leben ist das Team in Pandemie-Zeiten mit Herausforderungen konfrontiert. Foto: Lydia Böhne

Ins kalte Wasser ist Jürgen Schwartz mit seinem neuen Posten nicht geworfen worden: „Seit etwa anderthalb Jahren hat Christiane Stelter mich im Hinblick auf ihren Ruhestand vorbereitet. Davor war ich zehn Jahre stellvertretender Leiter“, berichtet der 57-Jährige.

Deshalb sei auch der Amtsantritt in Corona-Zeiten keine unlösbare Herausforderung: „Ich habe die JKS in verschiedenen Phasen miterlebt. In die Aufgaben wächst man rein“, ist sich Schwartz sicher. Das Kollegium zeichne sich durch flache Hierarchien und einen starken Zusammenhalt aus, fügt der Leiter hinzu.

Woher kommt der Spitzname?

Der Spitzname ihres Chefs sei aus einer Witzelei und seiner Freude an Star Trek entstanden, verrät Sarah Opaitz. Kurzerhand hat das Team passend zum Leitungswechsel das Video-Format der „J. K. & S. Abenteuer“ ins Leben gerufen. Neben „Captain“ Jürgen in den Hauptrollen: Sascha Kubiak als „Der Klon“, Sarah Opaitz als „Die Navigatorin“ und Bundesfreiwilligendienstler Dominic Burckhardt als „Der Freiwilligen-Droide“.

Die Raumschiff-Crew steht in der Sternzeit 2021.02 einem gefräßigen Weltraumvirus gegenüber, das keine Außenmissionen und keinen Kontakt zu anderen Spezies zulässt. Über die Instagram- sowie Facebook-Seite der Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Löhne unter dem Namen „Kahjottel“ soll wöchentlich eine etwa zweiminütige Folge über die Abenteuer der Crew erscheinen.

Neue Videos gedreht

In ihrer Konzeption sind die Videos, die in ihrer Umsetzung die Bereiche Medien, Gestaltung und Theater vereinen, nicht nur wie eine Art Imagefilm für die JKS, sie dienen auch als Medium, um mit den Kindern und Jugendlichen während des Lockdowns in Kontakt zu bleiben und zu interagieren. In der ersten Folge, die am Montag erschienen ist, sind die Zuschauer dazu aufgefordert, zu entscheiden, wie es weitergehen soll.

Im echten Leben muss die Crew abwarten, welche Lockerungen nach dem 7. März verhandelt werden. Mit einem bereits nach dem ersten Lockdown erprobten Konzept, das zum Beispiel kleinere Gruppen vorsieht, sieht sich das Team auf eine Öffnung gut vorbereitet. Auch das Kursprogramm bis August, inklusive Angeboten für die Oster- und Sommerferien und den Kulturrucksack-Veranstaltungen ab Mai, steht.

Kurse, für die bereits etliche Anmeldungen eingegangen seien, könnten laut Jürgen Schwartz notfalls verlegt werden. „Uns macht es trotzdem Spaß, uns neue Ideen auszudenken“, sagt Sarah Opaitz.

Abwechslung im Lockdown

Für Abwechslung im Lockdown sorgt die Kinder- und Jugendarbeit zum Beispiel mit Anleitungen, die unter dem Stichwort „Mitmach-Spaß“ auf der Homepage zu finden sind. Außerdem bietet die JKS Online-Kurse an. „Mit meiner Freitags-Gruppe habe ich zum Beispiel ein Pen-und-Paper-Rollenspiel gemacht, damit sie den Bezug zum Theaterspielen nicht verliert“, berichtet Sascha Kubiak.

Auch wenn die JKS kreative Wege findet, um die Zeit zu überbrücken, ein Ersatz für Präsenztreffen sind die Online-Kurse nicht: „Man merkt einen gewissen Verdruss. Die Schüler sind von Online-Treffen übersättigt“, sagt Sarah Opaitz. Auch die Förderung von Sozialkompetenzen bleibe laut Sascha Kubiak momentan auf der Strecke.

Für den Theaterpädagogen ist ein Reiz der JKS, dass in den Kursen ganz unterschiedliche Klientel aufeinandertrifft. „Für die Kinder ist das ein Raum außerhalb von Schule und Elternhaus, in dem sie sich austauschen können“, fügt Sarah Opaitz hinzu.

Die Zwangspause hat das Team genutzt, um neue Ideen zu sammeln: „Spannend wäre zum Beispiel ein Objekttheater in Kooperation mit dem Bereich Gestaltung oder ein Theaterstück für Schulklassen“, überlegt Sascha Kubiak. Es gibt immer viel zu tun.

www.jugendkunstschule.loehne.de

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